News aus Baden-Württemberg
Laut Verband: Einbußen bei der Kirschenernte bis zu 50 Prozent

News aus Baden-Württemberg Laut Verband: Einbußen bei der Kirschenernte bis zu 50 Prozent

Quelle: Felix Kästle/dpa
dpa

Bei der Ernte von Kirschen kommt mancherorts wenig Freude auf. Viele Früchte können nach Einschätzung eines Verbandsvertreters nicht angeboten werden.

Unwetter, Überschwemmungen, Starkregen – Wetterkapriolen machen Obstbäuerinnen und -bauern im Südwesten zu schaffen. So gibt es bei der Ernte von Kirschen einen Anteil von schätzungsweise 40 bis 50 Prozent, der nach dem Pflücken weggeworfen werden muss, wie der Präsident des Landesverbands Erwerbsobstbau, Franz Josef Müller, der Deutschen Presse-Agentur sagte. «Die Früchte platzen auf.» Auch Johannisbeeren und Stachelbeeren seien betroffen.

Einbußen gebe es im ganzen Land, auch im Bodenseeraum mit einem bedeutenden Obstanbau. «Der Regen hat am Bodensee viele Kirschen kaputtgemacht.» Müller sagte in Oberkirch im Ortenaukreis: «Das ist für uns alle ein schwieriges Jahr.»

Wegen der starken Niederschläge musste die Ernte am Bodensee später starten. Der viele Regen und die kühle Witterung hätten die Reifung der Kirschen verzögert, erklärte Christian Glöggler von der Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft. «Aber wir erwarten nun eine kontinuierliche Steigerung der Erntemengen.» Laut der Vertriebsgesellschaft machen die zu Beginn geringen Mengen die Kirschen auch etwas teurer.

 

Warnung vom Minister

Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) hatte bereits zu Monatsbeginn gesagt, bei den den Obst- und Gartenbauern seien Kirschen aufgeplatzt und Erdbeeren beschädigt worden. Nach Überschwemmungen in einigen Gebieten des Landes müsse in der Landwirtschaft mit Ertrags- und Qualitätsverlusten gerechnet werden, warnte Hauk.

Deutschlands Obstbauern hatten bereits im vergangenen Jahr angesichts ungünstiger Wetterbedingungen eine unterdurchschnittliche Kirschenernte eingefahren. Nach einer früheren Schätzung des Statistischen Bundesamts gab es im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 17,5 Prozent. Wichtigstes Erzeugerland für Süßkirschen war Baden-Württemberg, wo den Angaben zufolge 42,5 Prozent der gesamten Menge geerntet wurden.

 

Inzwischen auch Kirschendiebe aktiv

In der Ortenau sind inzwischen auch Kirschendiebe aktiv, die auf besonders rabiate Weise zuschlagen, wie die Polizei mitgeteilte. In Renchen schnitten Unbekannte am Wochenende an zahlreichen Bäumen Äste mit dem erntereifen Obst ab und transportierten diese ab. Der Wert der Beute lag nach Schätzung der Polizei im niedrigen vierstelligen Euro-Bereich.

 

Weitere Nachrichten

Unfälle mit E-Scootern: Wem passiert's und was kann helfen?

Mehr als ein Drittel mehr Unfälle, viele Verletzte, zehn Tote: Warum besonders junge E-Scooter-Fahrer gefährdet sind und wie Politik und Experten nun reagieren wollen.

Stallpflicht wegen Vogelgrippe endet - Vorsichtsmaßnahmen bleiben Pflicht

Die verhängte Stallpflicht für Geflügel läuft aus - in mehreren Regionen Baden-Württembergs dürfen Geflügelhalter ihre Tiere wieder ins Freie lassen. Doch Vorsichtsmaßnahmen bleiben Pflicht.

Laut Unfallstatistik: Mehr Unfälle am Freitag, den 13.?

Freitag, der 13. – Mythos oder echtes Risiko? Wie sich der «Unglückstag» auf die Verkehrsunfallzahlen im Land auswirkt.

Juristische Prüfung nach Klage: Darf dm apothekenpflichtige Medikamente online verkaufen?

Die Wettbewerbszentrale lässt vor Gericht prüfen, ob dm apothekenpflichtige Arzneimittel online verkaufen darf. Im Fokus steht die Verbindung von Drogerieartikeln und Medikamenten im Webshop.

Gefängnisinsasse legt Feuer in seiner Zelle in Karlsruhe

Feueralarm hinter Gittern: Ein Insasse zündet einen Gegenstand in seiner Zelle an. Warum hatte der mutmaßliche Brandstifter ein Feuerzeug?




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.