News aus Baden-Württemberg
Lehrerverbandschef: Lernen braucht Zeit und Verlässlichkeit

News aus Baden-Württemberg Lehrerverbandschef: Lernen braucht Zeit und Verlässlichkeit

Quelle: Oliver Berg
dpa

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres hat der Bundes- und Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) die Hektik im Schulalltag kritisiert.

«Lernen braucht Zeit, Gleichmäßigkeit, Verlässlichkeit und Muße», schrieb Gerhard Brand in einem Gastbeitrag für die «Badischen Neuesten Nachrichten» (Samstag).

Dass eklatant Lehrerinnen und Lehrern fehlten, führte Brand unter anderem darauf zurück, dass Schulen immer mehr Aufgaben übernehmen müssten. «Heute ist die Schlagzahl hoch! Die Herausforderungen im Unterricht und die Aufgaben im außerunterrichtlichen Bereich haben zugenommen», schrieb er. Die geforderte hohe Flexibilität bringe Unruhe und Hektik in Schulen. Die Planbarkeit von Abläufen nehme ab.

Lehrerinnen und Lehrer wüssten, was gut für die ihnen anvertrauten Kinder ist, und bereiteten sich auf ihre Aufgaben gründlich vor. «Doch ein ums andere Mal werden diese Vorbereitungen konterkariert, wenn Unterricht ausfallen muss, Klassen zusammengelegt werden, Stillarbeit gegeben wird oder zwei Klassen gleichzeitig von einer Lehrkraft betreut werden müssen, um Unterrichtsausfälle zu vermeiden», erklärte Brand. Im Grunde sei der Unterricht damit schon weitgehend ausgefallen, denn zielgerichtet könne er dann nicht mehr stattfinden.

An den Lehrern und Lehrerinnen liege das schlechte Abschneiden in Bildungsvergleichen nicht, betonte der VBE-Chef. «Sie würden, bei Gott, wenn sie nur könnten, wie sie wollten, jede Unterrichtsstunde auf hohem Niveau garantieren, denn die Kinder bedeuten ihnen viel!» Hilfreich wären aus seiner Sicht mehr Lehrkräfte: «Top-qualifiziert, so wie wir es kennen und erwarten dürfen.» Um dem Lehrermangel Herr zu werden, schafft das Kultusministerium allerdings immer mehr Möglichkeiten zum Quereinstieg in den Beruf und wirbt gezielt dafür.

 

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