News aus Baden-Württemberg
Lohngefälle: Professoren verdienen teils deutlich mehr als Professorinnen

News aus Baden-Württemberg Lohngefälle: Professoren verdienen teils deutlich mehr als Professorinnen

Quelle: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild
dpa

Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede sind an Hochschulen im Südwesten weiter Normalität. Besonders klaffend ist die Lücke in zwei populären Forschungsbereichen an Universitäten.

Professoren an Hochschulen in Baden-Württemberg verdienen generell mehr als Professorinnen – teilweise bis zu rund 900 Euro monatlich. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Wissenschaftsministeriums in Stuttgart. Zuvor hatten «Stuttgarter Zeitung» und Stuttgarter Nachrichten» berichtet. Wissenschaftsministerin Petra Olschowski sagte den Zeitungen: «Im Durchschnitt werden die Professorinnen je nach Hochschulart um bis zu 5,7 Prozent schlechter bezahlt als männliche Kollegen.»

Je nach Hochschulart liegt der sogenannte Gender Pay Gap laut Studie zwischen 52 und 523 Euro im Monat. Am größten ist der Unterschied demnach bei den Ingenieurswissenschaften an Universitäten. Dort bekommen Männer der Erhebung zufolge durchschnittlich rund 900 Euro monatlich mehr. Besonders groß sei auch der Unterschied im Fach Medizin an Universitäten, teilt das Ministerium mit.

Dazu sagt Wissenschaftsministerin Olschowski: «Ein ‚Das-ist-halt-so‘ reicht heute nicht mehr als Antwort. Wir erwarten von den Hochschulen, dass sie den Ursachen auf den Grund gehen, Gegenmaßnahmen ergreifen und schrittweise gerechter werden.» Grundsätzlich sind die Gehaltsunterschiede laut Ministerium an Dualen Hochschulen am kleinsten und an Universitäten am größten. Untersucht wurden Daten von allen 45 staatlichen Landeshochschulen. In fünf Jahren soll es eine Neuauflage der Studie geben.

 

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