News aus Baden-Württemberg
Lokführerpool kommt aufs Abstellgleis: Aus zum Jahresende

News aus Baden-Württemberg Lokführerpool kommt aufs Abstellgleis: Aus zum Jahresende

Quelle: Pixabay
dpa

Die Lokführer-Einsatztruppe für den baden-württembergischen Regionalverkehr auf der Schiene wird bereits nach kurzer Zeit zum Jahresende wieder eingestellt.

Es habe sich gezeigt, «dass der Pool nicht in dem Umfang genutzt wird, wie dies bei den Planungen erwartet wurde», heißt es in der Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion. Das Land habe auf die geringe Nachfrage reagiert und den Umfang des Pools reduziert. «Zum Jahresende 2022 ist vorgesehen, den Pool aufzulösen», heißt es in der Stellungnahme. Auch die «Stuttgarter Nachrichten» und die «Stuttgarter Zeitung» berichteten über die Antwort.

Die Lokführerreserve hätte helfen sollen, personelle Engpässe aufzufangen und die Zahl plötzlicher Zugausfälle zu reduzieren. Kalkuliert ein Verkehrsunternehmen zu knapp, sollte es Personal der Bereitschaft kostenpflichtig ausleihen können. Ein Viertel aller Zugausfälle in Baden-Württemberg geht nach früheren Angaben auf fehlende Lokführer zurück.

Allerdings wurden zwischen August 2021 und Dezember 2022 nur 21 Lokführer abgerufen. Der Grund: Eisenbahnverkehrsunternehmen hätten vor allem kurzfristig auf Lücken im Personalplan reagiert und dann versucht, den Bedarf über Personaldienstleister zu decken, teilte das Ministerium mit. Diese Dienstleister seien in den vergangenen beiden Jahren aber weniger ausgelastet gewesen als zur Zeit der Pool-Planung. Daher konnten sie auch anders als angenommen Personal zur Verfügung stellen, wie es weiter hieß.

Das Land hat rund 2,4 Millionen Euro in das Projekt investiert. Vor der Einführung des Pools hatte es bereits Anlaufschwierigkeiten gegeben, weil anfangs keine wirtschaftlichen Angebote abgegeben worden waren.

 

Weitere Nachrichten

Gewalt gegen Frauen: Kaum freie Plätze in Frauenhäusern in Baden-Württemberg

Die Gewalt gegen Frauen nimmt bundesweit zu – auch im Südwesten. In Frauenhäusern sollen die Betroffenen und ihre Kinder Schutz finden. Was aber, wenn es keine freien Plätze gibt?

Prognose für 2027: Arbeitslosigkeit steigt - aber weniger stark

Die Arbeitsagentur rechnet 2027 mit mehr Arbeitslosen in Baden-Württemberg. Allerdings falle der Anstieg deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Vor allem eine Branche trifft den Südwesten.

Hitze, Allergien und Zukunftssorgen: Was die Klimakrise mit Kindern macht

Hitze, Allergien und Zukunftssorgen belasten Kinder schon heute. Ein Kinderarzt, eine Psychologin und ein Lehrer sprechen über Folgen – von der Medizin bis zum Schulalltag in Schwäbisch Gmünd.

Cannabis und Verkehr: Was die Unfallstatistik zeigt

In Baden-Württemberg wurden in sechs Monaten 20 Menschen bei Unfällen mit Cannabis am Steuer schwer verletzt. Was die Statistik außerdem zeigt.

Ravennaschlucht wird zum Hotspot: 100.000 Weihnachtsmarkt-Tickets im Vorverkauf

Das Viadukt leuchtet, die Glühweinstände locken: Warum die Ravennaschlucht zum Hotspot für Weihnachtsfans wird – und was 100.000 Tickets für Besucher bedeuten.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.