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Interview mit der Abwehr-Stammkraft
Karlsruher SC – der KSC-Rechtsverteidiger Marco Thiede

Interview mit der Abwehr-Stammkraft Karlsruher SC – der KSC-Rechtsverteidiger Marco Thiede

Quelle: Carmele | TMC-Fotografie.de

Er geht voran und sucht die Zweikämpfe – Marco Thiede ist ein Kämpfertyp und daher eine wichtige Stütze in der Mannschaft des Karlsruher SC. Mit meinKA sprach der KSC-Profi über Vorbilder, den Karlsruher SC und Lieblingsplätze in der Fächerstadt.

KSC-Verteidiger Marco Thiede – ein Augsburger in Baden

Marco Thiede gehört zu den absoluten Stützen in der Mannschaft des Karlsruher SC. Rechts in der Viererkette ist seine angestammte Position. Dort versucht er die Gegner zu stoppen und gelegentlich Impulse nach vorne zu setzen. Engagement und Leidenschaft zeichnen den gebürtigen Augsburger aus. Der KSC ist auch erst seine dritte Profistation – bei seinem Jugendclub FC Augsburg (FCA) schaffte er den großen Sprung, ehe er sich in Richtung Baden orientierte und 2013 nach Sandhausen ging. Von dort führte ihn sein Weg letztlich im September 2017 nach Karlsruhe – auf Ruf seines ehemaligen Sandhausen-Trainers, und jetzigen KSC-Coach, Alois Schwartz.

Mit viel Fleiß und Engagement überzeugt Thiede den Coach immer wieder aufs Neue von sich. Den Ausgleich zum Profisport findet der Rechtsfuß übrigens ebenfalls draußen – mit seinem Hund.

 

Quelle: Carmele | TMC-Fotografie.de

 

KSC-Verteidiger Marco Thiede im Profil

 

Name: Marco Thiede

Alter: 26 Jahre

Größe: 1,78 Meter

Herkunft: Augsburg, Deutschland

Position: Rechter Verteidiger

Vorherige Mannschaften: SV Sandhausen, FC Augsburg

 

Marco Thiede

Marco Thiede | Quelle: GES/KSC

 

KSC-Verteidiger Marco Thiede im Interview

 

Profifußball ist der Traum fast aller kleinen Jungs – du hast es geschafft. Wann war dir klar, dass du es mit dem Sport schaffen kannst?

Angefangen mit Fußball habe ich so mit vier Jahren, wie alle Jungs eigentlich (lacht). Mit 12 Jahren bin ich dann zum FC Augsburg. Da war man natürlich schon stolz, bei einem solch großen Verein zu sein. Aber wirklich daran geglaubt, dass ich Profi werden könnte, habe ich so ungefähr mit 15 oder 16 Jahren.

 

Was wäre wohl aus dir geworden, wenn es nicht geklappt hätte?

Das ist eine gute Frage. Als kleiner Junge wollte ich gerne Arzt werden wie mein Stiefvater. Aber das hat sich dann doch schnell erledigt – die Schulnoten! (lacht) Letztlich bin ich relativ schnell nach der Schule Profi geworden, deshalb habe ich mir die Frage eigentlich nie gestellt.

 

Mit dem Fußball läuft es ja derzeit richtig gut. Seitdem du zum KSC kamst, hast du dich schnell zum Stammspieler entwickelt. Dies dürfte mit an Trainer Alois Schwartz liegen, den du schon aus deiner vorherigen Station beim SV Sandhausen kanntest…

Natürlich haben Alois Schwartz und ich ein besonderes Verhältnis. Wir kennen uns jetzt schon seit sechs, sieben Jahren noch aus unserer Zeit bei Sandhausen. So lange zusammenzuarbeiten, ist im Profifußball schon etwas besonderes. Er ist ein sehr ehrlicher und offener Mensch und sagt dir immer genau, woran du bist. Das schätze ich sehr an ihm. Auf der anderen Seite weiß er auch, dass er sich immer auf mich verlassen kann.

 

Wenn du dich als Fußballer in drei Worten beschreiben müsstest, welche Eigenschaften wären das?

Zuverlässig, ehrlich und vor allem fleißig.
Fleiß war bei mir vielleicht sogar noch ein Stück wichtiger, als bei anderen Spielern – denn das allergrößte Talent am Ball war ich leider nie (lacht).

 

Quelle: Carmele | TMC-Fotografie.de

 

Was du mitbringst und wofür dich die Fans mögen, ist deine engagierte Spielweise und deine kämpferische Einstellung…

Es ist tatsächlich so, dass ich über den Kampf und Wille ins Spiel komme. Dazu bin ich jemand, der gerne Verantwortung auf dem Feld übernimmt. Eines meiner Vorbilder hier ist mein ehemaliger Mannschaftskapitän aus Sandhausen, Stefan Kulovits. Er ist ein Spieler, der immer wusste, wann man Spaß machen kann, aber ebenso konzentriert arbeitete und immer die richtigen Worte fand. Solche Typen imponieren mir.

 

Gibt es noch weitere Vorbilder für dich?

Eigentlich nicht. Positionsbezogen würde ich sagen: Joshua Kimmich hat eine tolle Entwicklung hingelegt. Da kann man sich das ein oder andere abschauen. Aber eigentlich schaue ich eher allgemein gerne Fußball und möchte von allen und immer weiter dazulernen.

 

Du hast jetzt schon mehrfach Sandhausen angesprochen, wohin du 2013 gingst. Das sind jetzt schon einige Jahre in Baden. Kann man da sagen, dass es schon etwas Heimat geworden ist?

Auf jeden Fall. Kürzlich hat mit Benjamin Uphoff sogar gesagt, dass ich schon ein, zwei badische Wörter übernommen habe! Ich fühle mich einfach sehr wohl in der Region.

 

Gibt es auch einen Lieblingsplatz in Karlsruhe?

Eigentlich eher nicht. Das Schloss ist sehr schön und das Gebiet in Richtung Stadion. Da kann man gut mit dem Hund unterwegs sein. Insgesamt verbringe ich ohnehin sehr viel freie Zeit mit meinem Hund. Aber Karlsruhe hat schon einige schöne Ecken – bis auf den Verkehr. Diese Baustellen machen mich fertig! (lacht)

 

Fußball-Fans aufgepasst – wer die Spiele des KSC mitverfolgen möchte, kann auf meinKA direkt am Ball bleiben. Wir berichten live über alle Spiele der Wildpark-Kicker.

KSC - altes Wildparkstadion - Impressionen

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