Corona in der Fächerstadt
Maskenpflicht in Karlsruhe: Alles Wichtige zum Mundschutz!

Corona in der Fächerstadt Maskenpflicht in Karlsruhe: Alles Wichtige zum Mundschutz!

Aktuell
Quelle: Pixabay

Am Dienstag, den 21. April 2020 wurde die Maskenpflicht in Baden-Württemberg beschlossen. Wo nun überall die Schutzausrüstung für das Gesicht getragen werden muss, welche Maskenarten es gibt und wo Masken gekauft werden können, hat meinKA im Überblick!

Maskenpflicht in Baden-Württemberg

Im Kampf gegen das Coronavirus hatte die Bundesregierung bereits empfohlen, eine Gesichtsmaske zu tragen – aber viele Menschen sind weiterhin ohne die Masken in der Öffentlichkeit unterwegs. Die baden-württembergische Landesregierung hat daher die Einführung einer Maskenpflicht zur konsequenteren Eindämmung des Coronavirus am Dienstag, den 21. April 2020 eingeführt. Der verpflichtende Mund-Nasen-Schutz muss ab Montag, den 27. April 2020 im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkauf getragen werden. Die Polizei und Angestellte im ÖPNV sollen kontrollieren, ob Masken getragen werden. Einzelheiten über Sanktionen werden von den Verantwortlichen noch besprochen.

Das Bundesland Sachsen hatte bereits eine Maskenpflicht eingeführt, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern ziehen in der kommenden Woche nach. Selbst Kommunen in Baden-Württemberg sind schon vorangeschritten: Nach Sulz am Neckar (Kreis Rottweil) und Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen) plane auch die Stadt Tübingen die Einführung einer Maskenpflicht, informierte die dpa.

Zuvor hatte die baden-württembergische Landesregierung mit der Lockerung der Corona-Verordnungen bisher lediglich eine „dringende Empfehlung“ verbunden, in Bussen und Bahnen sowie beim Einkauf in Geschäften nicht-medizinische, sogenannte Alltagsmasken zu tragen – oder Schals und Tücher.

 

Hier muss eine Schutzmaske getragen werden

  • beim Einkaufen
  • in Bussen und Bahnen

 

| Quelle: Pixabay

 

Wirkung von Gesichtsmasken & Arten

Atemschutzmasken haben eigentlich den Zweck, die Mitmenschen davor zu schützen sich anzustecken, wenn der Träger eine Infektion hat. Das Robert-Koch-Institut (RKI) informierte auf seiner Internetseite, dass Menschen – auch ohne Symptome – die vorsorglich eine Maske tragen, so das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern könnten. Es gebe allerdings noch keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine selbstgenähte Maske einen selbst vor einer Corona-Ansteckung schütze. Daher bleibt es wichtig, die Regeln zum Husten- und Niesen, zur Händehygiene und zum Mindestabstand auch mit Masken weiterhin einzuhalten. Ein Schal oder Tuch sei außerdem als Masken-Alternative möglich.

 

Mund-Nasen-Schutz (MNS) | OP- oder chirurgische Masken

Der Mund-Nasen-Schutz (MNS), auch unter dem Namen OP-Masken oder chirurgische Masken bekannt, sind sehr dünne Masken. Sie bestehen aus einer Filterschicht, die zwischen zwei Stoffschichten eingebettet ist. Diese Atemmasken verhindern, dass Speicheltröpfchen des Maskenträgers in die Umgebung gelangen. Da der Mund-Nasen-Schutz nicht dicht anliegt, schützt er allerdings nicht ausreichend vor einer Infektion über die Luft. Die MNS-Masken können Mund und Nase des Trägers allerdings vor Berührungen durch kontaminierte Hände schützen. Oft sind diese Masken gemeint, wenn von einem reinen Mund- oder Atemschutz gesprochen wird.

 

OP-Maske | Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

 

Partikelfiltrierende Halbmasken | filtering face piece (FFP)

Die Partikelfiltrierende Halbmasken (filtering face piece, FFP) schützen vor festen und flüssigen Aerosolen (= Teilchen, die in der Luft schweben). Die Masken unterscheiden sich in FFP1, FFP2 und FFP3. Bereits Masken ab der Klasse FFP2 schützen nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vor „Stoffen, die carzinogen, mutagen oder reproduktionstoxisch sind“, zudem vor radioaktiven Stoffen und „luftgetragenen biologischen Arbeitsstoffen mit der Einstufung in Risikogruppe III“. Da die FFP2-Masken sehr dicht am Gesicht getragen werden, stellen sie nach BAuA-Angaben „einen geeigneten Schutz vor infektiösen Aerosolen, einschließlich Viren“, dar.

 

FFP2-Maske | Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

 

Die Do-it-yourself-Maske | kein kompletter Schutz

Im Hinblick auf die Knappheit medizinischer Masken erscheinen selbstgenähte Masken als eine kluge Idee. Im Internet kursieren zahlreiche Schnittmuster und Faltanleitungen für selbstgemachte Masken – ohne die Nähmaschine auspacken zu müssen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die selbstgemachten Schutzmasken zwar die Verteilung der eigenen Tröpfchen verhindern kann aber nicht als ein kompletter Schutz vor einer Infizierung mit dem Coronavirus ausreicht – denn die Masken können keine Viren von anderen Menschen abwehren. Eine selbstgemachte Stoffmaske kann also das Risiko, andere anzustecken durch einen Mundschutz minimieren, aber nicht komplett verhindern.

 

DIY-Masken | Quelle: Miriam Sieber

 

Maskenpflicht – woher bekommt man Masken?

Wer nicht selbst zur Nähmaschine greifen möchte oder andere DIY-Anleitungen testen mag, der kann sich in den Karlsruher Apotheken nach Schutzmasken erkundigen. Da derzeit eine große Knappheit an Atemmasken herrscht, sind die Chancen, eine der Masken zu ergattern, recht gering. Auch Sanitätshäuser führen die Masken im Sortiment – allerdings dürfte auch hier fraglich sein, ob aufgrund der großen Nachfrage für ausreichend Nachschub gesorgt werden kann.

Ein weiterer Tipp sind die Baumärkte, denn diese haben meist ein Angebot an Staubschutz- und Atemschutzmasken – allerdings können diese Masken ein Ventil haben, durch das der Schutz für andere wirkunglos wird. Als Alternative kann auf Online-Versandhändler zurückgegriffen werden. Zudem bieten oftmals auch Schneidereien selbstgefertigte Masken an.

 

Folgende Geschäfte in Karlsruhe bieten selbstgenähte Masken:

  • Enyonam Couture – Kaiserpassage 16 EG/Raum 5, 76133 Karlsruhe
  • SCHULZ Daunendecken Karlsruhe – Herrenstraße 24, 76133 Karlsruhe

 

Sie gehören zu den Karlsruher Geschäften, die selbstgenähte Masken im Sortiment haben? Oder Sie wissen, wo es selbstgemachte Atemmasken in der Fächerstadt zu erwerben gibt? Dann schreiben Sie und unter redaktion@meinka.de mit dem Betreff: Schutzmaske

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