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Mehr Kormorane am Bodensee abgeschossen

News Mehr Kormorane am Bodensee abgeschossen

Quelle: Felix Kästle/dpa
dpa

Tausende Kormorane fressen täglich tonnenweise Fisch aus dem Bodensee. Darum werden sie zunehmend abgeschossen – und bald sollen sogar Drohnen gegen die Vögel eingesetzt werden.

Um die Zahl der fischfressenden Kormorane am Bodensee einzudämmen, sind in den vergangenen Jahren deutlich mehr der Vögel abgeschossen worden. Das geht aus einer Antwort des Umweltministeriums Baden-Württemberg auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Klaus Hoher (FDP) aus dem Bodenseekreis hervor, über die der «Südkurier» zuvor berichtet hat. Demnach wurden seit dem Jagdjahr 2021/2022 mehr als 800 Vögel abgeschossen.

Die Zahl der Kormorane steigt laut Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg immer weiter an. Tausende Exemplare bevölkern den Bodensee mittlerweile. Gut ein halbes Kilo Fisch können die dunklen Zugvögel am Tag verspeisen. Deswegen haben vor allem Berufsfischer Probleme mit dem Tier.

 

Fische und Fischerei soll durch Abschüsse geschützt werden

Der Jagdvogel ist eine EU-weit geschützte Art. Naturschützer sind gegen einen systematischen Abschuss oder andere Vergrämungsmaßnahmen, viele Experten sprechen sich aber dafür aus. Während im Jagdjahr 2021/2022 noch 143 Vögel abgeschossen wurden, sind es 2024/2025 laut der Auswertung des Ministeriums 246 gewesen.

Das Umweltministerium hält sogenannte Vergrämungsabschüsse für ein geeignetes Mittel, um Fischbestände zu schützen und Schäden für die Fischereiwirtschaft zu vermeiden. Zusätzlich ist ein Pilotprojekt geplant: Dabei sollen Drohnen eingesetzt werden, um die Eier der Tiere mit Öl zu benetzen – so können sie nicht ausgebrütet werden. Das Projekt soll im kommenden Jahr starten.

 

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