News
Fliegerbombenfund in Rastatt bei Schwimmbad-Bau

News Fliegerbombenfund in Rastatt bei Schwimmbad-Bau

Quelle: David Inderlied/dpa/Illustration
dpa

Bei Bauarbeiten wird in Rastatt eine Fliegerbombe entdeckt. Für die Bevölkerung besteht laut Stadt keine Gefahr. Jetzt steht fest, wann entschärft wird.

In der Baugrube eines Hallenbad-Neubaus in Rastatt ist eine Fliegerbombe gefunden worden. Die Entschärfung ist nach Angaben der Stadt für den letzten Sonntag im Oktober vorgesehen. In einem Radius von voraussichtlich bis zu 500 Metern um den Fundort soll der betroffene Bereich am 26. Oktober evakuiert werden. Eine aktuelle Gefahr für die Bevölkerung besteht den Angaben zufolge nicht. Die Baustelle wurde stillgelegt und wird rund um die Uhr bewacht.

Die Stadt prüft derzeit, wie viele Menschen und welche Gebäude in der Nähe betroffen sein werden. Unklar war zunächst auch, inwieweit der Bahnverkehr beeinträchtigt sein wird. Vertreter der Bahn planen entsprechende Maßnahmen, wie eine Stadtsprecherin sagte. Zudem laufen die Vorbereitungen, welche Hallen oder Örtlichkeiten den Betroffenen zum Zeitpunkt der Evakuierung als Aufenthalt zur Verfügung stehen.

Oberbürgermeisterin Monika Müller (SPD) sagte den «Badischen Neuesten Nachrichten», dass mehr als 1.000 Menschen von der Evakuierung betroffen sein werden. Auch Gottesdienste in betroffenen Kirchen und Moscheen müssen demnach wohl ausfallen.

Amerikanische Fliegerbombe mit bis zu 500 Kilo entdeckt

Die Bombe war am Dienstagabend bei Tiefensondierungen im hinteren Bereich der Baustelle des Schwimmbads entdeckt worden. Nach Empfehlung von Experten wurde sie zunächst wieder zugeschüttet, die Bauarbeiten wurden eingestellt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst geht laut Mitteilung derzeit von einer amerikanischen Fliegerbombe Typ SAP mit 200 bis 500 Kilogramm aus. Weil die Bombe nicht vollständig freigelegt wurde, kann der genaue Bombentyp jedoch nur geschätzt werden.

Am Tag nach dem Fund tagte ein Krisenstab der Stadt, gemeinsam mit Feuerwehr, Kampfmittelbeseitigungsdienst und Polizei, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Alle im betroffenen Radius lebenden Menschen sollen zeitnah über die Evakuierung informiert werden. Oberbürgermeisterin Müller rief zur Besonnenheit auf: «Bitte helfen Sie alle mit, dass am Sonntag, den 26. Oktober, die Entschärfung ohne Gefahren für Personen oder Wohnraum durchgeführt werden können.»

 

Weitere Nachrichten

Vorfall im Landkreis Karlsruhe: Mann soll im Wahn auf Mutter eingestochen haben

Ein Hilfeschrei des Vaters verhindert wohl Schlimmeres: Ein 37-Jähriger soll seine Mutter mit einem Messer attackiert haben. Die Behörden geben erste Hinweise zu Tatablauf und möglichen Hintergründen.

Umwelt-Check: Özdemir fährt saubersten Dienstwagen – aber nur Gelbe Karte fürs Land

Cem Özdemir hat laut Deutscher Umwelthilfe den klimafreundlichsten Dienstwagen unter den Länderchefs - dennoch reicht es für Baden-Württemberg nur zur Gelben Karte.

Hochgeschwindigkeitskorridor nach Paris: Städte machen Druck

Mannheim, Kaiserslautern, Saarbrücken und Ludwigshafen wollen beim deutsch-französischen Verkehrsprojekt mehr Tempo. Deutschland müsse seine Streckenengpässe beseitigen.

Knapp ein Drittel der Menschen in Baden-Württemberg besitzt ein E-Bike

In Baden-Württemberg fahren immer mehr Menschen E-Bike. Nur in wenigen Ländern sind die elektrischen Fahrräder noch beliebter. Wie der Südwesten im bundesweiten Vergleich abschneidet.

Japankäfer am Bodensee entdeckt - Quarantänezone geplant

Der Japankäfer breitet sich am Bodensee aus. Nun soll eine Quarantänezone kommen. Was das für Landwirte bedeutet.

Absolute Mangelware: Klimaanlagen für Krankenhäuser? So ist die Lage im Land

Patientenzimmer bleiben oft ohne klassische Klimaanlage – welche Alternativen kommen zum Einsatz, und wie effektiv sind sie wirklich bei extremer Sommerhitze?



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.