Erhebliche Einschränkungen
Messen ab September erlaubt: Dennoch weiter unklare Perspektiven!

Erhebliche Einschränkungen Messen ab September erlaubt: Dennoch weiter unklare Perspektiven!

Quelle: ONUK/Messe Karlsruhe

Messen mit über 500 Personen dürfen ab 01. September 2020 wieder stattfinden. Doch laut der Messe Karlsruhe gibt es weiterhin unklare Perspektiven mit erheblichen Einschränkungen. Für die Branche bestehe denmach weiterhin ein dringender Klärungsbedarf!

Unklare Perspektive mit erheblichen Einschränkungen

In der Kabinettssitzung am vergangenen Dienstag, 23. Juni 2020, hat die Landesregierung Baden-Württemberg ihre Absicht bekräftigt, dass ab dem 01. September 2020 auch Messen mit über 500 Personen wieder stattfinden dürfen. Das Wirtschafts- und Sozialministerium haben entsprechende Restriktionen und Hygienevorgaben für die Durchführung von Messen entworfen, die als Maßstab für die weiteren Planungen dienen sollen, darüber informiert die Messe Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

Die Messe Karlsruhe selbst begrüßt grundsätzlich die Erarbeitung einer Corona-Verordnung für Messen. Auch Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Mentrup hatte sich bereits für die Belange der Messe Karlsruhe gegenüber der Landespolitik eingesetzt. Allerdings gibt es weiterhin unklare Perspektive mit erheblichen Einschränkungen!

 

Branche sieht weiterhin dringenden Klärungsbedarf

Demnach bestehe für die Branche weiterhin ein dringender Klärungsbedarf – zudem sieht sie ihr wiederholtes Gesprächsangebot mit den Ministerien nicht erwidert: „Wir haben seit zwei Monaten konkrete Vorschläge unterbreitet und diese unter den Messeplätzen abgestimmt und den Entscheidern bei der Landesregierung vorgelegt. Einmal wurde die gesamte Veranstaltungsbranche – vom Caterer über die Konzertagentur bis hin zum Messeplatz eingeladen. Wir haben die Dringlichkeit klarer Rahmenbedingungen sehr deutlich gemacht und unser Angebot zur konstruktiven Mitarbeit mehr als einmal platziert“, so Messechefin Britta Wirtz.

Mit der neuen Corona-Verordnung, die Veranstaltungen größer 500 Personen bis zum 31. Oktober 2020 verbietet und einer parallel veröffentlichten Entwurfsfassung für die Wiederaufnahme von Messen im September 2020 ist die Verunsicherung bei allen Beteiligten nun noch größer geworden. Bei der Messe Karlsruhe hagelt es seit dem an Stornierungen für den Monat September und Oktober, erklärt die Messe weiter.

 

Umsätze in Millionenhöhe würden verloren gehen

Neben der aktuellen Verwirrung zu den Begrifflichkeiten kommt erschwerend hinzu, dass die Rahmenbedingungen, unter welchen Messen und Kongresse wieder stattfinden können, im Vergleich zu den Vorgaben der anderen Bundesländer, sehr restriktiv gefasst sind. Laut der Pressemitteilung, fordern die Messe Karlsruhe wie auch andere Messeplätze im Land hier Nachbesserungen und bieten fachliche Gespräche an.

Veranstalter und Aussteller, die nun ihre Investitionsentscheidungen für die Messeteilnahmen im Herbst treffen müssen, können derezit nicht darauf bauen, dass aus dem Entwurf der Landesregierung eine gleichlautende Verordnung wird. Damit entgehen der Messe Karlsruhe, den angeschlossenen Dienstleistern, Handwerksbetrieben sowie den Hotels und Gastronomiebetrieben Umsätze in Millionenhöhe, mit denen sie dringlich nach der totalen Geschäftsniederlegung seit März gerechnet hatten, erklärt die Messe Karlsruhe.

Seit Beginn der Pandemie hat die Messe Karlsruhe bereits präventiv Konzepte und Maßnahmen entwickelt, um sich auf die Wiederaufnahme des Betriebes vorzubereiten. „Eine verlässliche und gute Vorbereitung von Messen erfordert mehrere Monate. Die derzeitige Beschlusslage bedroht zahlreiche Veranstaltungen,“ betont Messechefin Britta Wirtz.

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