News
Millionenschwere Hehlerei – wie die Betrüger ins Netz gingen

News Millionenschwere Hehlerei – wie die Betrüger ins Netz gingen

Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration
dpa

Edelmetalle im Wert von 50 Millionen Euro: Hinter der Fassade eines Pforzheimer Unternehmens haben Betrüger ihre Beute zu Bargeld gemacht. Was steckt dahinter?

Mit gestohlenen Edelmetallen sollen zwei Männer aus Pforzheim einen schwunghaften illegalen Handel betrieben und einen millionenschweren Gewinn eingefahren haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart hat nach eigenen Angaben Anklage gegen den Deutschen und den Türken erhoben. Den Männern wird gewerbsmäßige Bandenhehlerei in 190 Fällen sowie Geldwäsche vorgeworfen.

Laut Anklage sollen sie hinter der Fassade eines Edelmetallunternehmens gestohlene Materialien im Wert von rund 50 Millionen Euro angekauft, eingeschmolzen und zu Geld gemacht haben, wie die baden-württembergische Behörde mitteilte.

Das Landgericht Mannheim muss nun entscheiden, ob es die Anklage zulässt und einen Prozess ansetzt. Die beiden Männer sitzen seit Mitte März in Untersuchungshaft.

Eingeschmolzen und umgewandelt

«Die Anklage geht davon aus, dass die beiden Angeschuldigten mit ihrem Unternehmen Gewinne in Millionenhöhe erzielten», teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Sie kauften demnach gestohlene edelmetallhaltige Stoffe an. Diese schmolzen sie unter anderem in einer Halle im Kreis Calw ein, um die Herkunft zu verschleiern, und wandelten sie schließlich in Edelmetalle und Geld um, bevor sie einen Teil der Erlöse ins Ausland schafften.

Unter anderem wurden laut Behörde im vergangenen Februar am Flughafen Stuttgart fast 218.000 Euro sichergestellt. Für den Schmuggel sollen die beiden Männer kurz vor dem Check-In für einen Flug nach Antalya (Türkei) 27 Mitwissenden – alle von ihnen Mitglieder eines Fußballvereins – Briefumschläge mit jeweils 4.000 bis 9.900 Euro übergeben haben. «Das Geld sollte nach der Ankunft in der Türkei wieder an die Händler zurückfließen», teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Gegen die Empfänger wird wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt.

 

Weitere Nachrichten

Pilotprojekt: Fast tausend Übergriffe – Bahn setzt auf Bodycams mit Ton

Beschimpft, bespuckt, geschlagen: Beschäftigte im Zug erleben immer wieder Übergriffe. Können Tonaufzeichnungen helfen, Konflikte zu entschärfen und Straftaten besser aufzuklären?

"House of Yang": Neue Mystery-Serie spielt im Schwarzwald

Zeitsprünge, Geheimnisse und starke Frauen: wie das Trauma einer Familie Generationen verbindet - und warum man in diesem Haus im Schwarzwald besser keine Türen schließt.

In Regionalbahn entdeckt: Drei Katzenbabys in Zug ausgesetzt

Reisende entdecken in einem Zug mehrere ausgesetzte Kätzchen. Wer sich jetzt um die drei Tiere kümmert.

Kürbis-Wettwiegen: Sieger kommt auf 986 Kilo

Riesenkürbisse, Super-Tomaten und Mega-Melonen: In Ludwigsburg messen sich die größten Kaliber aus Deutschlands Gemüsebeeten. Wer hat das dickste Gemüse?

Halbzeit auf dem Wasen: Großer Andrang, positive Bilanz

Besonders am Tag der Deutschen Einheit zog es zeitweise zu viele Besucher auf das Cannstatter Volksfest - die Polizei sperrt mehrere Zugänge. Was Feiernde in der zweiten Woche erwartet.

Kirschlorbeer-Plage an Waldrändern? Karlsruhe und andere Städte warnen

Giftig, relativ nutzlos für Insekten – und jetzt breitet sich Kirschlorbeer mancherorts auch noch an Waldrändern aus. Illegal abgekippte Gartenabfälle verschärfen das Problem.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.