Corona in Baden-Württemberg
Ministerpräsident Kretschmann: „Folgen der Schulschließungen unterschätzt“

Corona in Baden-Württemberg Ministerpräsident Kretschmann: „Folgen der Schulschließungen unterschätzt“

Quelle: Philipp von Ditfurth
dpa

Vor dem Ende der letzten Corona-Auflagen des Landes schaut Ministerpräsident Winfried Kretschmann ohne große Reue für eigenen Entscheidungen auf die Zeit der Pandemie zurück.

«In der Situation von damals würde ich nichts groß anders machen», sagte der Grünen-Politiker der «Schwäbischen Zeitung» (Samstag). Er räumte aber auch ein, aus heutiger Sicht einige Entscheidungen anders zu treffen als damals: «Natürlich wussten wir nicht alles, mussten im Nebel navigieren», sagte Kretschmann. «Ich habe zum Beispiel die Folgen der Schulschließungen auf Kinder unterschätzt. Das würde ich mit dem Wissen von heute wohl nicht mehr so entscheiden.»

In Baden-Württemberg sollen Ende des Monats auch die letzten Corona-Auflagen kassiert werden, über die das Land selbst entscheiden kann. Beschäftigte in Arztpraxen und anderen ambulanten medizinischen Einrichtungen müssen dann keine Masken mehr tragen. Für Patienten und Besucher gilt die Maskenpflicht aber weiterhin bis zum 7. April. Offiziell soll die Corona-Verordnung am Dienstag beschlossen werden, sie träte dann am 31. Januar in Kraft. Ebenfalls wird von diesem Tag an die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr aufgehoben.

Er habe sich in der Zeit der Pandemie von Wissenschaftlern beraten lassen, sagte Kretschmann in dem Interview weiter. «Aber am Ende musste ich entscheiden.» In der Krise dürfe man nicht zögern. Und «Diese Hinterher-Schlaumeierei, die habe ich gefressen.»

 

Weitere Nachrichten

Landtagswahl: Fünf Gründe, warum die Wahl in Baden-Württemberg jetzt spannend wird

Auf den letzten Metern ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Erbe Kretschmanns: Die Grünen sind plötzlich fast auf Augenhöhe mit der CDU. Wie kann das sein? Und was hat das mit dem «Rehaugen»-Video zu tun?

Pilotprojekte im Regionalverkehr: Wie Bahnfahren sicherer werden soll

Mehr Präsenz im Zug: Mit Doppelbesetzungen und Bodycams wollen die Verkehrsunternehmen im Land auf körperliche Übergriffe reagieren. Nun stehen die Pilotstrecken fest.

Gefahrenabwehr: Baden-Württemberg will eigene Polizeidrohne entwickeln

Was steckt hinter dem Plan für eine eigene Hightech-Drohne – und warum ist China dabei ein Thema?

Brand in Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch Möbelgeschäft betroffen

Feuer in einer Gin-Destillerie in Karlsruhe: Auch ein Möbelgeschäft im Stadtteil Durlach wurde vom Brand erfasst. Die Feuerwehr hatte die Lage rasch im Griff.

Mutmaßlicher Drogendealer bunkert eine Million Euro Bargeld im Kreis Karlsruhe

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oberhausen-Rheinhausen stößt die Polizei auf eine Million Euro Bargeld und Drogen. Was die Ermittler sonst noch fanden.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.