Möglicher EISZEIT-Anschlag in Karlsruhe bleibt ungeklärt

Möglicher EISZEIT-Anschlag in Karlsruhe bleibt ungeklärt

Quelle: Isabel Ruf
dpa

Am Ende waren die Zweifel zu groß: Ein 32-Jähriger aus Freiburg ist von dem Vorwurf freigesprochen worden, einen Anschlag auf die vorweihnachtliche Eislaufbahn in Karlsruhe geplant zu haben.

Vor dem Oberlandesgericht in Stuttgart wurde der Mann am Mittwoch dennoch zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, weil er nach Ansicht des Staatsschutzsenats der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angehörte und sie unterstützt hat. Wie lange der Deutsche mit kurdischen Wurzeln hinter Gitter kommen wird, ist aber noch unklar. Seine dreijährige Untersuchungshaft und eine Gefängnisstrafe im Irak werden noch abgezogen.

Der Fall hatte im Winter 2017 für Aufsehen gesorgt: Ein Jahr nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt mit insgesamt zwölf Toten soll der Angeklagte erwogen haben, mit einem Lastwagen auf die Stände an der Karlsruher Eislaufbahn zuzufahren und möglichst viele Menschen zu töten. Allerdings stützte die Bundesanwaltschaft ihre Vorwürfe im Wesentlichen auf die Aussagen einer Vertrauensperson, die Verbindungen zu dem Mann gehabt hatte. «Auf seine Angaben können wir nicht bauen», sagte der Richter. «Deshalb kann sich der Senat nicht überzeugen, dass der Angeklagte im Dezember 2017 einen wie auch immer gearteten Anschlag in Karlsruhe geplant hat.» An seiner IS-Mitgliedschaft und seiner Propaganda in Chatgruppen gebe es dagegen keine Zweifel.

Die Bundesanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von insgesamt acht Jahren und drei Monaten gefordert, die Verteidigung hatte wegen der langen Untersuchungshaft auf Freilassung plädiert.

 

Weitere Nachrichten

Königsbach-Stein vermisst seine Ortsschilder

Unbekannte schrauben nachts die Ortsschilder ab. Wofür braucht jemand die gelben Tafeln?

Gefahrstoffaustritt in Karlsruhe bei Arzneimittelfirma

Großeinsatz in Karlsruhe: Nach dem Austritt eines unbekannten Gefahrstoffs bei einer Arzneimittelfirma in der Ottostraße musste die Feuerwehr das Gebäude räumen. Was bisher über den Vorfall bekannt ist.

Warum die Temperaturen sinken und die Waldbrandgefahr steigt

Sinkende Temperaturen, aber steigendes Waldbrandrisiko: Warum trockene Luft im Südwesten zur Gefahr wird und Ausflügler in Baden-Württemberg plötzlich um ihre Wochenendpläne bangen müssen.

Fälle in Österreich: Könnte Rindertuberkulose auch in den Südwesten kommen?

Fälle von Rindertuberkulose kommen immer mal wieder vor. In Baden-Württemberg führt das nicht zu Beunruhigung - bestimmte Vorkehrungen werden trotzdem getroffen.

Laut Studie: Jeder abgezogene US-Soldat kostet einen halben Job

Die wirtschaftlichen Effekte halten auch Jahre danach an, wie eine Auswertung von ZEW und Uni Köln ergibt.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 










Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.