News aus Baden-Württemberg
Nach Apotheken-Protest: Kein Kompromiss in Sicht

News aus Baden-Württemberg Nach Apotheken-Protest: Kein Kompromiss in Sicht

Quelle: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
dpa

Eine Apotheke in der Nähe ist für viele Menschen wichtig. Doch das Netz schrumpft seit Jahren. Jetzt machte die Branche mit einem Aktionstag für bessere Bedingungen und höhere Vergütungen mobil.

Keine Hustenbonbons oder Salbe, keine Pflaster und auch keine Tabletten: Am bundesweiten Protesttag ihrer Branche haben auch die meisten baden-württembergischen Apotheken aus Ärger über ausbleibende Honorarerhöhungen und zu viel Bürokratie dicht gemacht. Trotz des Protests zeichnet sich aber kein Kompromiss ab. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zeigte Verständnis, erteilte der Forderung nach höheren Honoraren zuletzt jedoch eine Absage.

Die fast 2300 Apotheken im Südwesten klagen, die Kosten liefen seit zehn Jahren aus dem Ruder. Betriebs- und Personalkosten seien massiv gestiegen, während die staatlich geregelte Vergütung nicht angepasst worden sei. Als Folge der Belastungen hat Baden-Württemberg nach Angaben des Landesapothekerverbands in den vergangenen 25 Jahren mehr als 550 Apotheken verloren – mit Folgen für die Kunden. Die Apothekerverbände verlangen daher als Teil eines Zehn-Punkte-Plans eine Anhebung der Honorare für verschreibungspflichtige Arzneimittel von 8,35 Euro auf 12 Euro pro Packung.

Das sehen die gesetzlichen Krankenversicherungen anders: Deren Spitzenverband argumentiert, das Honorar steige unaufhörlich, weil Apotheken zusätzlich zur Pauschale für jedes Medikament drei Prozent vom Einkaufspreis erhalten. «Mit jeder Preissteigerung, mit jedem neuen, teureren Medikament steigt auch das Honorar des Apothekers», sagte Sprecher Florian Lanz. Der Bund sieht für Honorarerhöhungen zudem keinen Spielraum.

Die meisten Apotheken wollten sich nach Verbandsangaben an den Protest-Schließungen am Mittwoch beteiligen. In mehreren Städten waren auch Demonstrationen und Kundgebungen geplant.

 

Weitere Nachrichten

Steigende Gebühren: Mehr als 1.000 Euro für die Kita? Eltern fordern Reform

Mehr als 1.000 Euro pro Monat für einen Kita-Platz? In vielen Kommunen steigen die Kita-Gebühren weiter. Was Eltern jetzt zahlen müssen und warum die Belastung unterschiedlich ausfällt.

Reaktion auf Niedrigwasser: Lockerung des Lkw-Fahrverbots wird weiteren Monat verlängert

Eigentlich dürfen Lkw im Land an Sonntagen und Feiertagen nicht unterwegs sein. Wegen der niedrigen Flusspegel gibt es aber seit August eine Ausnahme - und die gilt erst einmal weiter.

Senior stirbt nach Wohnungsbrand in Bruchsal

Nach dem Brand in seiner Wohnung in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) ist ein Senior seinen Verletzungen erlegen. Der 76-Jährige starb in einem Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte.

Jubiläum in Karlsruhe: Das Bundesverfassungsgericht wird 75

In politisch stürmischen Zeiten feiert das Bundesverfassungsgericht sein 75-jähriges Bestehen. Bleibt das Gericht der freiheitlich-demokratische Fels in der Brandung?

Karlsruhe besonders betroffen: Invasive Ameise Tapinoma in 90 Kommunen nachgewiesen

Im Südwesten treiben invasive Ameisen Kommunen sowie Anwohner zur Verzweiflung. Immer mehr Kommunen sind betroffen. Warum eine Ausrottung kaum möglich ist und die Bekämpfung teuer.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.