News
Neue Bundesregierung: Gastronomie im Südwesten setzt auf Steuersenkung

News Neue Bundesregierung: Gastronomie im Südwesten setzt auf Steuersenkung

Quelle: Felix Kästle/dpa
dpa

Für den Zwiebelrostbraten oder mehrere Gänge kommt auf der Rechnung oft einiges zusammen, wenn man «auswärts» speist. Die künftige Koalition plant eine Entlastung. Das schürt Hoffnung in der Branche.

Angesichts der geplanten Mehrwertsteuer-Senkung auf Speisen blickt die Gastro im Land etwas zuversichtlicher in die Zukunft. «Ein reduzierter Gastro-Mehrwertsteuersatz schafft Spielraum für Investitionen», sagte der Landeschef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Fritz Engelhardt, auf dem Frühlingsfest in Stuttgart. «Das bedeutet bessere Perspektiven für Gastgewerbe und Tourismus im ländlichen Raum. Und mehr Chancen für gute Gastronomie in unseren Innenstädten.»

Union und SPD wollen in der künftigen Bundesregierung die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie dauerhaft von 19 auf 7 Prozent senken, wie sie im Koalitionsvertrag ankündigen – und zwar zum 1. Januar 2026. Während der Corona-Krise war eine solche Senkung auf den ermäßigten Steuersatz als Hilfe für die Branche bereits einmal in Kraft, sie lief aber Ende 2023 aus.

Nur ein kleiner Teil der Wirte schafft es nach Angaben des Dehoga in der Zeit danach, die notwendigen Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen. Der Rest habe draufgezahlt oder zum Beispiel nötige Investitionen gestrichen. Ohnehin zu schaffen machte der Branche zuletzt die wirtschaftlich angespannte Lage und deutlich gestiegene Kosten – zum Beispiel für Lebensmittel, Personal und Energie. Das hatte auch Folgen für Restaurantbesucher: Wirte passten ihre Öffnungszeiten und auch ihr Angebot an. Seit 2019 habe demnach mehr als 3.200 Gastronomie-Betriebe aufgegeben – viele davon im ländlichen Raum.

Nach dem bereits schwachen Vorjahr sanken die Umsätze des Gastgewerbes zu Jahresbeginn weiter. Im Januar und Februar verzeichnete die Branche nach Daten des Statistischen Landesamtes preisbereinigt insgesamt ein Minus um 5,3 Prozent. In der klassischen Speisegastronomie – dazu gehören Restaurants, Gaststätten, Cafés, Imbisse und Eisdielen – lag das Umsatzminus bei 4,9 Prozent.

Engelhardt zeigte sich davon überzeugt, dass sich die Steuersenkung am Ende für alle Beteiligten rechnen werde: Für die Betriebe, für die Mitarbeiter, für die Gäste, aber auch für den Staat: «Denn wenn wir investieren und Arbeitsplätze schaffen, profitieren auch die öffentlichen Kassen», sagte Engelhardt.

 

Weitere Nachrichten

Außergewöhnliche Lage in den Alpen: Welche Gefahren drohen

Warum alte Karten und späte Tourenstartzeiten in den Alpen jetzt besonders gefährlich werden – Experten geben wichtige Tipps für sichere Bergtouren.

Diese Frau will in Karlsruhe Pionierarbeit am Quantencomputer leisten

Mathematikerin Ada Lovelace war im 19. Jahrhundert eine Pionierin im Programmieren. Beim Quantencomputing-Studium in Karlsruhe kann man in ihre Fußstapfen treten. Erste Einschreibung: von einer Frau.

Karlsruher Hochschule will Diamanten kaufen - und sammelt Spenden

Der Edelstein soll Herzstück eines Quantencomputers sein: Was die Hochschule Karlsruhe damit vorhat, warum es um Pioniergeist geht und was ein früherer Absolvent verspricht.

Niedriger Wasserstand an der Donau: Ungarn stoppt Atomkraftwerk – Stromversorgung unter Druck

Die Donau führt so wenig Wasser wie nie: Ungarn schaltet erstmals sein Atomkraftwerk komplett ab. Was das für Stromverbraucher jetzt bedeutet.

Viel Stau zur Ferienzeit: Autofahrer brauchen Geduld

Der Ferienstart in Bayern und Baden-Württemberg bringt viele Staus auf die Autobahnen. Der ADAC meldet bis zu 600 Kilometer Stau zur Mittagszeit.

Runter vom Gas: Was Autofahrer zur Speedweek im Südwesten wissen müssen

Unfallträchtige Strecken, Schulen, Baustellen – bei der Blitzerwoche wird an vielen Stellen kontrolliert. Bei der Aktion im April wurden in Baden-Württemberg mehr als 58.000 Verstöße festgestellt.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.