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Neue Zahlen: So entwickelt sich der Ausbau der Windkraft im Südwesten

News Neue Zahlen: So entwickelt sich der Ausbau der Windkraft im Südwesten

Quelle: Uli Deck/dpa
dpa

Jahrelang gingen im Südwesten nur wenig neue Windräder ans Netz. Nun sind ein paar mehr dazu gekommen. Warum es immer noch zu wenige sind – und was die Politik als Ursache sieht.

Der Ausbau der Windkraft im Südwesten nimmt nach Einschätzung von Experten langsam an Fahrt auf – allerdings immer noch deutlich zu langsam. Wie aus einer Auswertung der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg (PEE) hervorgeht, gingen im ersten Halbjahr 2026 in Baden-Württemberg insgesamt 33 neue Windkraftanlagen in Betrieb – und damit bereits mehr als im gesamten vorigen Jahr. Von den 100 neuen Windrädern pro Jahr, die Baden-Württemberg nach Einschätzung der Experten jährlich braucht, um seine Ausbauziele zu erreichen, ist das aber noch immer weit entfernt.

Grund für den weiter eher schleppenden Ausbau seien vor allem Ausschreibungsbedingungen der Bundesnetzagentur, die die südlichen Bundesländer wegen ihrem geringen Windaufkommen benachteiligten, so die Experten. So habe es etwa seit Mai vergangenen Jahres nur den Zuschlag für 184 Megawatt neue Leistung gegeben und damit nur etwas mehr als die 33 neuen Windräder, die zusammen auf eine Leistung von 169 Megawatt Leistung kommen.

Experten sehen Süden benachteiligt

Das sei für den Südwesten deutlich zu wenig, monieren die Experten. Demnach ist bis 2040 eine Leistung von 12.000 Megawatt nötig, derzeit sind im Land gut 2.200 Megawatt installiert. Man brauche deswegen eigene Ausschreibungen nur für Süddeutschland. In den kommenden zwei Jahren sollten 10.000 Megawatt nur für den Süden ausgeschrieben werden, fordert PEE-Geschäftsführer Jürgen Scheurer. «Das würde erheblich zu fairen Ausschreibungsbedingungen beitragen.»

Auch Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker schließt sich der Forderung an. «Wir brauchen Windenergie auch im Süden für unsere Klimaziele und für die Versorgung der industriellen Zentren mit günstiger, heimisch produzierter Energie», sagte die Grünen-Politikerin. Das müsse mithilfe eines Südbonus sichergestellt werden. «Sonst war es das mit dem Windausbau in Baden-Württemberg und Bayern.» Sie und ihr bayerischer Amtskollege Hubert Aiwanger (Freie Wähler) planten, dazu gemeinsame Anträge im Bundesrat einzubringen.

 

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