Nachrichten
Nicht genügend Stimmen: Kirche lehnt Trauung homosexueller Paare knapp ab

Nachrichten Nicht genügend Stimmen: Kirche lehnt Trauung homosexueller Paare knapp ab

Quelle: Christoph Schmidt/dpa
dpa

Segnung statt Trauung: Die Evangelische Landeskirche in Württemberg bleibt bei den Segnungsgottesdiensten für gleichgeschlechtliche Paare. Trauungen soll es weiter nicht geben.

Homosexuelle Paare dürfen in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg auch künftig nicht getraut werden. Die Synode der Kirche sprach sich heute mit knapper Mehrheit gegen eine entsprechende Öffnung des Trauungsrechts aus, wie die Kirche mitteilte.

Stattdessen soll es bei einem besonderen Gottesdienst zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare bleiben – ohne die rechtliche und liturgische Gleichstellung mit der klassischen Trauung.

Nicht genügend Stimmen für Gesetzesänderung

Zwar zeigte sich ein Teil der Synodalen offen für eine Modernisierung, letztlich fehlte aber die nötige Mehrheit für eine Änderung der Kirchenordnung. Damit bleibt der Kompromiss aus dem Jahr 2019 bestehen, der sogenannte Segnungsgottesdienste vorsieht.

Für eine Annahme des neuen Gesetzes wären mindestens 60 Ja-Stimmen notwendig gewesen – erreicht wurden aber nur 56. Dem gegenüber standen 31 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. 89 Stimmen wurden abgegeben.

Die württembergische Landeskirche gehört zu den wenigen evangelischen Kirchen in Deutschland, die homosexuelle Paare nicht gleichstellen. In anderen Landeskirchen sind Trauungen gleichgeschlechtlicher Paare bereits möglich.

 

Weitere Nachrichten

KIT unter Top3 beim Zukunftspreis: Energiespeicher, Chip und Intensiv-Therapie

Drei Projekte aus Bayern und Baden-Württemberg gehen ins Rennen um den Deutschen Zukunftspreis 2026. Was ihre Technologien für Medizin, Energiewende und Digitalisierung leisten können.

Erneute A8-Teilsperrung steht an - Was Fahrer wissen müssen

Auf der Autobahn bei Pforzheim sind Verkehrsteilnehmer Probleme und Kummer gewohnt. Worum es diesmal geht und auf welche Schilder man achten sollte.

Akten bei Staatsanwaltschaften im Land häufen sich weiter

Bei den baden-württembergischen Staatsanwaltschaften türmen sich die unbearbeiteten Fälle. Woran das liegt und was Richter und Staatsanwälte dagegen tun wollen.

Mehr Geld für Beschäftigte im Einzel- und Versandhandel

Nach Warnstreiks und Aktionen: Verdi und Handelsverband einigen sich auf mehr Lohn. Was das im Detail bedeutet.

Mutmaßlicher Brandstifter nach rund 40 Bränden in U-Haft

Stroh, Felder, Holzstapel: Seit Juni brennt es im Enzkreis immer wieder. Jetzt könnte das ein Ende haben.

Bahnhofsvorplatz am Karlsruher Hauptbahnhof wird teilweise barrierefrei umgebaut

Derzeit entsprechen die Bahnsteige am Bahnhofsvorplatz aufgrund ihrer geringen Höhe nicht den Anforderungen an einen barrierefreien Zugang zum ÖPNV. Durch den Umbau sollen die Haltestellen bis zum Komplettumbau provisorisch umgerüstet werden.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.