News aus Baden-Württemberg
Parabolantenne weicht Achterbahn im Europa-Park

News aus Baden-Württemberg Parabolantenne weicht Achterbahn im Europa-Park

Quelle: Philipp von Ditfurth

Übersehen konnte man sie nicht: Eine riesige Parabolantenne verlässt Deutschlands größten Freizeitpark, den Europa-Park in Rust (Ortenaukreis).

Der Platz werde für eine neue Achterbahn gebraucht, sagte eine Sprecherin. Die zerlegte Antenne werde entsorgt und nicht an anderer Stelle aufgebaut. Am Dienstag hob ein Kran ein stählernes Dreibein heraus. Am Mittwoch sollte die Radarschüssel mit 45 Metern Durchmesser abgebaut werden.

Ende der 1990er Jahre war die Antenne von einer nahe gelegenen Anlage des Bundesnachrichtendiensts zum Europa-Park gewechselt. Der Umzug des 50 Tonnen schweren Stahlkonstrukts war eine spektakuläre Aktion: «Wir hatten damals glücklicherweise einen sehr strengen Winter, so dass wir die 2,5 Kilometer von der Station mit einem Tieflader über die gefrorenen Felder zurücklegen konnten», erzählte Parkchef Roland Mack einst. «In zehn Tagen stand das Ding auf unserem Gelände.»

Hintergrund war eine Erweiterung des Europa-Parks. Ein Parkplatz war Voraussetzung für einen Autobahnanschluss. Doch die auserkorene Parkplatzfläche lag im Schutzbereich des Geheimdienstes. Im Zuge neuer Flächenzuschnitte übernahm der Park auch die mittlerweile technisch in die Jahre gekommene Parabolantenne und platzierte sie neben dem russischen Themenbereich mit der Achterbahn Euro-Mir. Über die Kosten gibt es keine verlässlichen Angaben mehr.

Bis zuletzt war die drehbare Schüssel ein Blickfang, den neben den Parkgästen unter anderem das Publikum der ARD-Show «Immer wieder sonntags» regelmäßig zu sehen bekam. Spionagezwecken diene sie nicht mehr, versicherte Mack einmal. Sie sei nur noch Dekoration.

 

Weitere Nachrichten

Polizei-Studie: Baden-Württemberg lehnt Teilnahme ab

Rechte Umtriebe und Rassismus bei der Polizei? Dieser Verdacht nach einigen Vorfällen empörte viele Beschäftigte. Eine breiter angelegte Studie über den Alltag der Polizisten sollte trotzdem den Problemen auf den Grund gehen. Doch im Südwesten wird daraus wohl nichts.

Sigmaringen: Betrunkener schmeißt seinen Hund auf Bahngleise

Ein Betrunkener hat in Sigmaringen seinen Hund auf die Bahngleise geworfen. Der Pitbull-Terrier-Mischling verletzte sich an den Beinen, wie die Polizei mitteilte.

Fachkräftemangel für Ganztagsbetreuung in Schulen ist massiv

Eine Betreuung für Grundschulkinder nach Schulschluss? In Baden-Württemberg ist das längst nicht flächendeckend der Fall. Hier herrscht oft das traditionelle Bild: Ab Mittag ist das Schulkind wieder zu Hause. Für den Rechtsanspruch fehlt vor allem Personal.

Hasskriminalität in Baden-Württemberg steigt weiter und weiter

Nur hässliche Worte? Nein, Hass und Hetze bedrohen die Demokratie. Das Problem ist in aller Munde - kein Tag, an dem Politiker nicht davor warnen und neue Maßnahmen dagegen beschließen. Und doch steigen die Fallzahlen immer weiter.

Förderprogramm: Land will mit Regiobussen abgehängte Gegenden erschließen

Längst nicht jede Ecke im Land hat einen Zugang zum Schienenverkehr. Diese Lücke will das Land schließen. Das Netz der Regiobuslinien in Baden-Württemberg wächst. Aber es gibt auch eine Hürde in Berlin.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

-100%
200%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.