News aus Baden-Württemberg
Polizei registriert weniger Drogentote in Baden-Württemberg

News aus Baden-Württemberg Polizei registriert weniger Drogentote in Baden-Württemberg

Quelle: Felix Zahn
dpa

Im Südwesten sind 2021 weniger Menschen durch den Konsum illegaler Substanzen gestorben als im Jahr zuvor. Und dennoch: Zahlreiche Männer, Frauen und auch Jugendliche haben ihr Leben wegen der Drogen verloren. Und die Dunkelziffer ist gewaltig, sagen Experten.

Sie sterben oft alleine, meistens zu Hause und auch auf der Straße: Im vergangenen Jahr sind in Baden-Württemberg nach Angaben aus dem Innenministerium 130 Menschen wegen des Konsums illegaler Substanzen gestorben. Das sind deutlich weniger als in den Jahren zuvor. Zählte die Polizei im Jahr 2020 noch 158 Tote, so waren es ein Jahr vorher 145 sowie 121 im Jahr 2018. Die weitaus meisten Opfer waren im vergangenen Jahr Männer (112), weitere 18 Frauen starben am Drogenkonsum. Die Toten waren im Schnitt 38,1 Jahre alt (2000: 37,5).

Heroin bleibt die Droge, die infolge einer Überdosis vor allem für Todesfälle verantwortlich ist. Besonders gefährlich und unkalkulierbar sei auch der sogenannte Mischkonsum, also der Konsum von Heroin mit anderen Drogen, Medikamenten oder Alkohol, hieß es. Die meisten Menschen starben laut Ministerium im Stadtkreis Mannheim (14), in Stuttgart (12) und im Kreis Tübingen (10).

Die Landesstelle für Suchtfragen sieht den Rückgang der Zahlen lediglich als Schwankung, die es über die Jahre immer wieder gebe. Auch handele es sich bei den Zahlen des Ministeriums lediglich um die von der Polizei erfassten Fälle. «Es gibt etliche Opfer durch lange Krankheitsverläufe, die nicht unbedingt etwas mit dem sogenannten goldenen Schuss zu tun haben», sagte Christa Niemeier, Referentin für Suchtfragen und Prävention der Landesstelle, der Deutschen Presse-Agentur. «Es sterben natürlich viel mehr Menschen an Drogenkonsum. Aber die, die zuhause sterben oder im Krankenhaus, sind keine Kriminalfälle.»

Nach früheren Angaben des Statistischen Landesamtes sind in Baden-Württemberg im Jahr 2020 insgesamt 1466 Männer und Frauen an den Folgen von Alkoholkonsum gestorben.

 

Weitere Nachrichten

Kongress in Frankfurt: Longevity-Trend - Kann man Altern aufhalten?

In Frankfurt treffen sich ab Mittwoch rund 1.000 Altersmediziner und Altersforscher. Ein Thema des Kongresses ist die Suche nach dem ewigen Leben.

Los geht’s: Was man zum Cannstatter Volksfest wissen muss

Wann lohnt sich der Volksfest-Besuch auf dem Wasen am meisten? Tipps zu Familientagen, besonderen Öffnungszeiten und den besten Treffpunkten auf dem Festgelände.

Kirschernte in Baden-Württemberg fiel 2026 besonders üppig aus

Kirschen satt im Südwesten: Baden-Württemberg fährt eine deutlich überdurchschnittliche Ernte ein. Auch bei den Birnen fällt die Bilanz erfreulich aus.

Statistisches Landesamt: So entwickeln sich die Zahlen von Kindern in Kitas im Land

In den vergangenen Jahren haben Eltern oft verzweifelt einen Kita-Platz für ihr Kind gesucht - es gab zu wenige Plätze für zu viele Kinder. Doch die Zahlen entspannen sich etwas. Woran das liegt.

Protest in Autobranche - So lief der Aktionstag im Südwesten

Zehntausende Beschäftigte bei Autobauern und Zulieferern in Baden-Württemberg protestieren. Bei Mercedes in Sindelfingen fallen deutliche Worte. Und in Richtung Vorstand gibt es Pfiffe und Buhrufe.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.