News aus Baden-Württemberg
Radwegeausbau in Baden-Württemberg noch nicht auf Kurs

News aus Baden-Württemberg Radwegeausbau in Baden-Württemberg noch nicht auf Kurs

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa
dpa

Hunderte Kilometer neuer Radwege will die Landesregierung in den nächsten Jahren in Baden-Württemberg bauen lassen. Im Jahr 2023 kam das Bauprogramm jedoch noch nicht so recht aus den Startlöchern. Das soll im Folgejahr besser werden.

Der Ausbau der Radwege in Baden-Württemberg muss schneller werden, will die Landesregierung ihr Ziel bis zum Jahr 2030 halten. Wie das Verkehrsministerium in Stuttgart mitteilte, wurden im Jahr 2023 27 Kilometer an Radwegen an Bundesstraßen und 42 Kilometer Radwege an Landesstraßen fertiggestellt. Ginge es in diesem Tempo weiter, so wären bis zum Jahr 2030 rund 500 Kilometer fertig, der Drei-Stufen-Plan des Landes peilt jedoch insgesamt 860 Kilometer an.

2024 will das Ministerium zulegen: 35 Kilometer an Bundes- und 81 Kilometer an Landesstraßen sind das Ziel. Dafür sollen vom Bund 25 Millionen Euro an Fördergeldern und 30,7 Millionen Euro aus Landesmitteln bereitstehen. Im Jahr 2023 waren es demnach insgesamt 40 Millionen Euro, die ausgegeben wurden. Die Kosten pro Streckenkilometer sollen also sinken.

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sieht den Ausbau des Radnetzes im Südwesten als zeitgemäß: «Auch wenn das Fahrrad schon vor 200 Jahren erfunden wurde, ist es ein modernes Verkehrsmittel. Es macht nachhaltig mobil. Dafür sind alltagstaugliche, sichere und durchgängige Radwege wichtig». Sein Ministerium verweist auf die bereits 2016 beschlossene Strategie, wonach mehr Menschen im Land vom Auto auf das Rad umsteigen sollen, Priorität habe der Alltagsverkehr, die Förderung des Tourismus ist demgegenüber nachrangig.

Wenn das Rad eine echte Alternative zum Auto – beispielsweise für Pendler – sein soll, dann geht es nicht nur um den Radweg ins nächste Dorf oder einen anderen Stadtteil, dann geht es auch um längere Strecken. Baden-Württemberg hat sich hier vorgenommen, bis 2030 mindestens 20 sogenannte Radschnellwege zu bauen, in Planung seien aktuell 21, so das Ministerium. Bereits in Bau sind die Strecken zwischen Stuttgart und Herrenberg (RS 1), Mannheim und Weinheim (RS 15) sowie Stuttgart und Ebersbach (RS 4). Wirklich voran ging es 2023 dem Ministerium zufolge jedoch nur auf dem RS 1 um 1,6 Streckenkilometer und dem RS 15 um 2,4 Streckenkilometer.

Zeitgleich mit dem Radwegeausbau eine Mehrfachnutzung im Sinne der Nachhaltigkeit anzustreben, ist den Angaben nach dagegen bisher mehr ein Wunsch, denn ein festes Vorhaben. Bei solarfähigen Fahrbahnbelägen sei die Technik noch nicht so weit, bei Überdachungen mit Solarpaneelen sehe man dagegen mehr Potenzial. «Im Bereich der Radschnellwege wird derzeit der Einsatz der aufgeständerten Bauweise auf deren Anwendbarkeit und Eignung bei ausgewählten Radschnellwege-Projekten geprüft», so das Verkehrsministerium.

 

Weitere Nachrichten

Erste Hürde genommen – Europa-Park will siebtes Hotel bauen

Bis zu 350 Zimmer mehr: Es gibt grünes Licht für die Planung rund um Deutschlands größten Freizeitpark. Warum Besucher aber noch Geduld brauchen.

Laut Studie: Männer hören Frauen im Landtag weniger aufmerksam zu

Dass Abgeordnete häufig mal aufs Handy schauen, kennen Beobachter des Landtags. Offenbar mache es aber einen gewissen Unterschied, ob vorne eine Frau oder ein Mann redet, wie eine Studie nun nahelegt.

Karlsruher Schloss wird saniert: Wie das Badische Landesmuseum umzieht

Das Badische Landesmuseum muss ins Depot, weil das Karlsruher Schloss saniert wird. Das ist mit einigen Herausforderungen verbunden. Ein Blick hinter die seit Ende September verschlossene Kulisse.

BBBank in Karlsruhe meldet Rekordergebnis nach Fusion mit PSD Bank

Die BBBank gewinnt 36.000 neue Kunden und steigert ihren Gewinn deutlich. Für das laufende Jahr ist bereits die nächste Fusion geplant.

Schaufenster durch Brand zerstört – 150.000 Euro Schaden in Karlsruhe

Unbekannte setzen in Karlsruhe Plastiksäcke vor einem Modegeschäft in Brand. Die Flammen verursachen einen Schaden von 150.000 Euro – die Polizei bittet um Hinweise.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.