News aus Baden-Württemberg
Raser sollen strenger zur Kasse gebeten werden

News aus Baden-Württemberg Raser sollen strenger zur Kasse gebeten werden

Quelle: Felix Kästle/dpa/Archivbild
dpa

Deutschland und die Schweiz wollen Temposünder und Falschparker aus dem jeweils anderen Land strenger verfolgen. Ab 2024 soll die Vollstreckung von Bußgeldern grenzüberschreitend möglich sein.

Um Raser konsequenter zur Kasse zu bitten, sollen Zoll und Polizei in der Schweiz und Deutschland enger zusammenarbeiten. «Aktuell ist es so, dass Temposünder oder Falschparker aus Deutschland, die ihr Bußgeld in der Schweiz nicht bezahlen, vor allem bei Wiedereinreise mit Problemen rechnen mussten», erklärte ein Sprecher des ADAC. Dies solle sich mit einem neuen Gesetz ändern.

Das Gesetz zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Polizei und Justiz soll laut Baden-Württembergs Justizministerium im kommenden Jahr in Kraft treten. Ein genauer Zeitpunkt steht noch nicht fest. Beschlossen wurde es am 19. Oktober im Bundestag. «Vergleichbare Regelungen waren auch schon im alten, bislang geltenden Polizeivertrag aus dem Jahr 2009 enthalten, jedoch nie in Kraft gesetzt worden», sagte eine Sprecherin des Justizministeriums.

Voraussetzungen für ein sogenanntes Vollstreckungshilfeersuchen ist laut Ministerium, dass die verhängte Geldsanktion mindestens 70 Euro beziehungsweise 80 Schweizer Franken betragen muss. «Bußgelder sind in der Schweiz generell teurer als hierzulande», sagte der ADAC-Sprecher. So koste eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h in der Schweiz ab 180 Euro. In Deutschland würden dafür ab 60 Euro fällig. «Auch wer falsch parkt, riskiert eine Strafe ab 40 Euro. In Deutschland kostet ein Parkverstoß ab 10 Euro.» Die zentrale Bewilligungsbehörde für die Bußgeldverfahren aus der Schweiz soll das Bundesamt für Justiz in Bonn werden.

Laut Justizministerium werden deutschlandweit für das Jahr 2024 etwa 3000 eingehende und 1500 ausgehende Ersuche für Bußgeldvollstreckungen erwartet. Ab dem Jahr 2025 werden 5000 eingehende und 6000 ausgehende Ersuche prognostiziert.

 

Weitere Nachrichten

Rentner sitzen auf einer Parkbank.

Umfrage: Mehrheit im Baden-Württemberg will nicht länger arbeiten

Während die Politik die Anhebung des Rentenalters vorbereitet, haben viele Menschen ganz andere Pläne. Wer besonders oft frühzeitig in den Ruhestand gehen will und was zum Bleiben motivieren könnte.

Klimaforschung am KIT: Warum man große Hagelkörner einfrieren soll

Wetterforscher bitten um Mithilfe und holen die Funde sogar ab: Auf welche Hagelkörner sie es abgesehen haben - und was sie damit vorhaben.

A5 zeitweise gesperrt: Baustellenfahrzeug überfährt Fuß von Arbeiter

Ein Arbeiter wird auf der Autobahn von einem Baustellenfahrzeug am Fuß verletzt. Der Rettungshubschrauber muss landen, was Folgen für die Autofahrer hat.

Auf der Strecke nach Karlsruhe: Bahn-Sicherheitsmann nach Attacke aus Zug gestürzt

Nach einer Auseinandersetzung mit einem Fahrgast stürzt ein Bahn-Sicherheitsmitarbeiter aus einem fahrenden Zug und ist in Lebensgefahr. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Rechtsanspruch ab September: Ganztagsbetreuung in der Grundschule – das muss man wissen

Ab Herbst haben Erstklässler in Baden-Württemberg Anspruch auf mindestens acht Stunden Betreuung pro Tag. Doch reicht das Angebot? Was Eltern zu Plätzen, Kosten und Ferien wissen sollten.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.