News aus Baden-Württemberg
Riesige Solidarität: 35.000 gegen Ukraine-Krieg in Stuttgart

News aus Baden-Württemberg Riesige Solidarität: 35.000 gegen Ukraine-Krieg in Stuttgart

Quelle: Christoph Schmidt
dpa

Das Wetter ist mild und schön, der Anlass düster und bitterernst: Abertausende Menschen versammeln sich in Stuttgart zu einer Großdemonstration gegen den Krieg in der Ukraine. Auch in anderen deutschen Städten gehen die Menschen auf die Straße.

Musik, eine Schweigeminute und riesig viel Solidarität – bei strahlendem Sonnenschein haben sich am Sonntagmittag in Stuttgart rund 35.000 Menschen für eine Friedensdemonstration gegen den Krieg in der Ukraine versammelt. Mit Schildern mit der Aufschrift «Die Waffen nieder», «Wir sind Ukraine» und «Russland raus aus der Ukraine» protestierten sie am Oberen Schlossgarten vor der mit einer großen Ukraine-Flagge geschmückten Oper gegen Russlands Überfall auf das Land. Viele Menschen hielten Ukraine-Flaggen und Fahnen mit Friedenstauben oder dem Peace-Zeichen in den Händen.

«Es stärkt mich, so viele Menschen zu sehen, die gegen diesen Krieg sind», sagte Teilnehmerin Ingrid Himmelmann. Das brutale Vorgehen sogar gegen Kinder und Kranke in der Ukraine könne sie nicht begreifen.

«Please help us» (Bitte helft uns) stand auf einem Plakat der vor zwei Wochen kurz nach Kriegsausbruch geflohenen Marianna Huisiwa. Die 30-Jährige kam bei einem Freund unter, sie ist geschockt vom Krieg. «Man empfindet eine gewisse Machtlosigkeit gegenüber der aktuellen Situation», sagte der 58 Jahre alte Ewald Wössner aus Stuttgart.

Während der Veranstaltung legte die Gewerkschaft IG Metall ein großes Banner auf dem Boden aus mit einer mehrere Meter großen Vorlage einer Friedenstaube. Kinder und Erwachsene malten die Taube im Laufe der Veranstaltung in ukrainischen Farben an. «Es geht um die Vorstellung, wie wir in Europa zusammenleben wollen», sagte Kai Burmeister, Vorsitzender des Gewerkschaftsbundes DGB Baden-Württemberg, der die erste Rede hielt.

«Es kamen viel mehr Menschen als erwartet», sagte eine Sprecherin eines Mitveranstalters, des Naturschutzbundes BUND Baden-Württemberg. Angemeldet waren eigentlich nur rund 20.000 Menschen. Die Polizei selbst nannte keine Zahlen. Zwischenfälle gab es nicht, alles sei friedlich geblieben, berichtete ein Polizeisprecher.

Auch viele Familien nahmen an der Kundgebung teil, zu der Umweltschutz-, Friedens- und humanitäre Organisationen sowie Gewerkschaften aufgerufen hatten. Die Demo in der Stuttgarter Innenstadt ist die bislang größte ihrer Art in Baden-Württemberg gegen Russlands Krieg; nach etwa zwei Stunden war die Veranstaltung beendet.

Neben der Demonstration in der baden-württembergischen Landeshauptstadt waren auch in Berlin, Frankfurt, Leipzig und Hamburg entsprechende Veranstaltungen geplant. In Berlin gingen ebenfalls Tausende Menschen auf die Straße. Die Kundgebungen standen unter dem Motto «Stoppt den Krieg! Frieden und Solidarität für die Menschen in der Ukraine!»

 

Weitere Nachrichten

Sparen ohne Sperren: Zoos in Baden-Württemberg in der Energiekrise

Tropenfische brauchen warme Temperaturen, Reptilien und Orang-Utans auch. Zoos müssen die Aquarien, Terrarien oder Tierhäuser beheizen. Die Energiekrise befeuert die Kosten nach einer bereits belastenden Corona-Zeit. Wie reagieren die Zoos im Land?

Modellversuch: Häftlinge sollen in Zellen Zugang zu Computern bekommen

Häftlinge in Baden-Württemberg sollen in den Gefängniszellen Zugang zu Computern bekommen.

Wallbox: Verbraucherschützer skeptisch bei Stromabriegelung

Verbraucherschützer haben vor überzogenen zeitweisen Stromabriegelungen durch Netzbetreiber im Zuge des Ausbaus von E-Ladestationen gewarnt.

Bauminister für Förderung nicht nur von sozialem Wohnungsbau

Die Bauminister der Länder haben vor einer zu starken Fokussierung auf den sozialen Wohnungsbau bei der Förderpolitik gewarnt.

Justizministerin will Amtsgerichte im Land stärken

Die Amtsgerichte sind für Zivilstreitigkeiten mit einem geringen Streitwert zuständig. Die Grenze ist seit Jahren nicht angehoben worden - Baden-Württemberg fordert nun, dass sich das ändert.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.