Versicherungszahlen
Schäden an Autos durch Sturm, Blitz, Hagel stark gestiegen

Versicherungszahlen Schäden an Autos durch Sturm, Blitz, Hagel stark gestiegen

Quelle: Marius Becker
dpa

Der vergangene Sommer ist so richtig ins Wasser gefallen. Regen gehört zu seinen Begleitern – aber auch Sturm und Hagel. Unwetter sorgen dabei auch für hohe Schadenssummen durch demolierte Autos.

Sturm, Blitz, Hagel und starker Regen haben im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg fünfmal so viele Schäden an den Autos verursacht wie im Jahr zuvor. Insgesamt seien rund 141.600 Meldungen an Fahrzeugen registriert worden, teilte Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Freitag mit. Im Jahr 2020 seien es hingegen etwa 28.000 Schäden gewesen. Siebenmal so hoch wie zuvor ist sogar der entstandene Schaden an den kaskoversicherten Autos. Die Summe legte zu von 73 Millionen auf 511 Millionen Euro.

Damit ist der Südwesten nach der bundesweiten Kfz-Naturgefahrenbilanz im vergangenen Jahr am stärksten von Unwettern betroffen gewesen. Auf Platz zwei und drei folgen demnach Bayern und Rheinland-Pfalz. Nach der Statistik wurden zwischen Mannheim, Ulm und dem Bodensee 2100 Schäden an versicherten Kraftfahrzeugen nach Überschwemmungen gezählt, weitere 139.500 gehen in Baden-Württemberg auf Sturm, Hagel oder Blitzschlag zurück.

Verantwortlich für die hohen Schäden im vergangenen Jahr waren Wetterextreme: eine Unwetterserie im Juni, die vor allem Baden-Württemberg und Bayern traf, sowie die Juli-Sturzflut im Ahrtal. Während Hagel häufig nur Beulen und Dellen verursachte, waren viele überschwemmte Fahrzeuge nicht mehr zu retten.

Von der Flutkatastrophe besonders betroffen waren laut GDV Fahrzeuge an Ahr und Erft: Für 50.000 Schäden zahlten die Kfz-Versicherer fast 400 Millionen Euro. «In den meisten Fällen waren es Totalschäden, die das Wasser an Motoren, Elektronik und am gesamten Fahrzeuginnenraum anrichtete», sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. «Schon wenige extreme Wetterlagen können immense Schäden anrichten.»

Bundesweit haben Unwetter laut GDV fast doppelt so hohe Schäden verursacht wie im Durchschnitt. «Wir haben 2021 rund 450.000 Schäden in Höhe von 1,7 Milliarden Euro an versicherten Kraftfahrzeugen gezählt», sagte Asmussen.

Vergleichszahlen zum Jahr 2019 liegen nicht vor, weil die Daten erstmals für Baden-Württemberg erhoben wurden. Das Jahr 2020 sei aber für Kraftfahrtversicherer bundesweit ein deutlich unterdurchschnittliches sogenanntes Naturgefahrenjahr gewesen, erklärte Asmussen zum deutlichen Trend. Es habe damals insgesamt weniger schwere Hagelereignisse und im Herbst weniger schwere Stürme gegeben.

 

Weitere Nachrichten

Krisendestillation: Zu wenig Konsum - Wird Württemberger Wein zu Putzmittel?

Die Menschen trinken immer weniger Wein. Was passiert mit den vielen Flaschen, die übrig bleiben? Die EU hat nun den Weg für eine Lösung frei gemacht.

Darum sind Fälschungen bei Fischereischeinen ein Problem

Interessenten zahlen teils Hunderte Euro für einen gefälschten Fischereischein. Was der Betrug für die Natur bedeuten kann - und wie die Behörden diesen Trend stoppen wollen.

Schwarz-rote Reformpläne: So viele Menschen im Land wären vom Minijob-Aus betroffen

Ginge es nach der Rentenkommission, wären Minijobs bald Geschichte. Doch wie viele Menschen im Südwesten wären von solch einem Schritt betroffen? Und wo arbeiten besonders viele Minijobber?

Online 21 Mädchen sexuell missbraucht - Mann verurteilt

Er spielte ihnen vor, er sei Jugendlicher, und brachte sie dazu, ihm pornografische Inhalte von sich selbst zu schicken. Nun muss ein 33-Jähriger für seine Missbrauchstaten hinter Gitter.

Verdächtige fliehen zu Fuß: Maskierte schießen vor Karlsruher Bar mit Schreckschusswaffe

Unbekannte Täter sollen in der Nacht vor einer Bar Schüsse abgegeben haben. Die Polizei findet Patronenhülsen und eine beschädigte Scheibe.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.