News aus Baden-Württemberg
Schlechte Chancen für Luchsnachwuchs in Baden-Württemberg

News aus Baden-Württemberg Schlechte Chancen für Luchsnachwuchs in Baden-Württemberg

Quelle: Sebastian Gollnow

Die bislang vier als sesshaft geltenden Luchse im Land haben schlechte Chancen auf ein erfolgreiches Blind Date mit einem Luchsweibchen in der Paarungszeit im Februar und März.

Denn nach wie vor machen die weiblichen Luchse einen weiten Bogen um den Südwesten. Und das wird auch noch länger so bleiben. Denn das baden-württembergische Umweltministerium sieht eine aktiv unterstützte Wiederansiedlung skeptisch. Das Land müsse unter anderem für Schäden aufkommen, die durch den Luchs verursacht würden, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Umweltministeriums.

Forstminister Peter Hauk steht einer Bestandsstützung des Luchses in Baden-Württemberg durch Auswilderung von weiblichen Tieren dagegen grundsätzlich offen gegenüber. Pläne lägen in der Schublade, ein Papier zum Umgang mit dem Luchs in Baden-Württemberg solle in diesem Jahr präsentiert werden.

Voraussetzung sei aber die breite Akzeptanz bei den Betroffenen. «Bei der gibt es derzeit immer noch Verbesserungsbedarf», räumte der CDU-Politiker ein. «Aktuell sehen wir die notwendige Akzeptanz als noch nicht hinreichend gegeben an.»

Der Sprecher des Umweltministeriums machte aber Hoffnung und verwies auf eine Alternative: Eine natürliche Wiedereinwanderung sei möglich, auch wenn es vermutlich längere Zeit dauern werde, bis dadurch eine eigene Population im Land aufgebaut sein könnte.

Luchse könnten zum Beispiel aus dem Auswilderungsprojekt im Pfälzerwald einwandern. Die Zuwanderung der bislang nur männlichen Luchse zeige, dass die Etablierung einer eigenständigen Luchspopulation durch Zuwanderung nicht unmöglich sei. «Bei Schwarzstörchen hat es auch lange gedauert und nun haben sie sich in manchen Bereichen des Landes gut etabliert», sagte der Ministeriumssprecher.

 

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