News Spritdiebstahl in Baden-Württemberg: LKA erwartet steigende Zahlen
Die gestiegenen Spritpreise führen dazu, dass die Zahl der Kraftstoffdiebstähle in Baden-Württemberg zunimmt. Wie Polizei und Tankstellenverband die Entwicklung einschätzen.
Das Landeskriminalamt rechnet angesichts der allgemeinen Weltlage und des Krieges im Iran in diesem Jahr mit einer Häufung von Kraftstoffdiebstählen im Südwesten. Die seit dem Ausbruch des Konflikts erheblich gestiegenen Benzinpreise würden voraussichtlich zu einer Zunahme der Fallzahlen führen, hieß es vom LKA.
Viele Dutzend Benzindiebstähle im Land
In Baden-Württemberg hatten sich zuletzt Meldungen der Polizei über Spritdiebstähle gehäuft. Alleine im März wurden Dutzende solcher Taten gemeldet – gestohlen wurden dabei Mengen von rund 100 Litern bis hin zu mehreren Tausend Litern Kraftstoff.
Die Spritdiebe zapfen das teure Gut dabei aus unverschlossenen Tanks ab, teilweise brechen sie aber auch abschließbare Tankdeckel auf oder bohren Tanks an.
Um möglichst unbemerkt an ihre Beute zu kommen, schlagen sie vorzugsweise auf nicht überwachten und schlecht beleuchteten Parkplätzen oder Baustellen zu, wie diverse Polizeidienststellen berichteten. Valide Zahlen dazu gibt es laut Innenministerium noch nicht. Dafür sei es noch zu früh, hieß es.
Verband sieht bisher nur leichte Zunahme von Taten an Tankstellen
Auch an Tankstellen wird gestohlen – generell ist dieser sogenannte Tankbetrug die häufigste Form von Spritdiebstahl, wie die Polizei Ravensburg berichtet.
Der Tankstellen-Interessenverband registriert nach einer Umfrage unter seinen Mitgliedern aktuell bisher nur einen leichten Anstieg beim Kraftstoffdiebstahl. «Allerdings sind punktuell stärkere Steigerungen denkbar, insbesondere an Tankstellen, die nicht videoüberwacht sind», sagt Verbandssprecher Herbert Rabl.