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Sternschnuppen: Wann und von wo aus die Perseiden am besten zu sehen sind

News Sternschnuppen: Wann und von wo aus die Perseiden am besten zu sehen sind

Quelle: Marco A. Ludwig/dpa
dpa

Ob auf der Alb, im Schwarzwald oder am Bodensee – in Baden-Württemberg gibt es zahlreiche Orte, von denen aus die Sternschnuppen besonders gut zu sehen sind. Eine Auswahl.

Die Tage um den 12. August haben Sterngucker fest im Kalender markiert. Dann sind die Sternschnuppen der Perseiden zu beobachten – gutes Wetter vorausgesetzt. Zudem sollte die Umgebung in Dunkelheit getaucht sein – also ohne künstliche Lichteinflüsse von Städten, Industrieanlagen oder großen Verkehrsadern. Das ist in diesem Jahr besonders wichtig, denn der Vollmond wird zu dieser Zeit ohnehin für viel ungewünschtes Licht sorgen.

Warme Kleidung nicht vergessen, denn auch im August wird es in der Nacht oft sehr frisch. Orte, von denen aus die Sternschnuppen besonders gut zu sehen sind, gibt es in Baden-Württemberg quer durch das Land. Hier eine Auswahl:

 

Kometenliegen auf der Alb

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen auf der Schwäbischen Alb ist bei Zainingen/Römerstein sogar ein «Sternguckerplatz» mit Beobachtungsliegen eingerichtet. Der Ort ist gut über die B28 erreichbar und mit einem Parkplatz ausgestattet. Infotafeln erklären, was es am Himmel über der Alb sonst noch zu sehen gibt.

 

Zu Fuß durch das Sonnensystem

In der Region Albstadt gelten der Heersberg, der Ochsenberg und der Parkplatz beim Skilift Dagersbrunnen als gute Orte, um Sternschnuppen zu sehen. Wer mehr über das Sonnensystem erfahren will, begibt sich auf den Planetenweg in Winterlingen. Der Lehrpfad beginnt auf der freien Anhöhe beim Altersheim Winterlingen und führt südöstlich entlang der ehemaligen Römerstrasse. Er beinhaltet unser Sonnensystem genau im Maßstab 1 zu 1 Milliarde. Die Sonne ist als eine goldgelbe Kugel von 1,39 Metern Durchmesser zu sehen. Die Sternschnuppen können die Sterne-Fans am späten Abend in der Nähe des Ausgangspunkts beim Altenheim beobachten.

 

Vom Turm aus den Sternen nah

In Südbaden versammeln sich die Sterne-Fans auf den Höhen des Schwarzwaldes. So beispielsweise auf dem Feldberg in 1.500 Metern Höhe. Am 16. August hat der Turm zu einer Sternschnuppennacht bis 22.00 Uhr geöffnet. Die Sternenfreunde Breisgau erklären den Besuchern, was am Himmelszelt zu sehen ist. Aufgrund von behördlichen Bestimmungen darf sich im Feldbergturm nur eine gewisse Anzahl Menschen zur gleichen Zeit aufhalten. Daher kann es zu Wartezeiten kommen. Mit dem Event-Ticket für 23 Euro – inklusive Feldbergbahn – ist ein mehrmaliger Turmeintritt während der Veranstaltung möglich.

 

Weitere Spots im Hochschwarzwald

Das Schauinsland über Freiburg gilt als sehr beliebter Treffpunkt der Sterngucker, die mit Stühlen und Mahlzeiten anrücken. Allein ist man dort also eher nicht. Parken kann man an der Bergstation der Schauinslandbahn, die ab 17.00 Uhr nicht mehr in Betrieb ist.

Ruhiger ist es vermutlich auf dem Kandel, dem Hausberg von Waldkirch, nördlich von Freiburg zu. In 1.240 Meter Höhe kann man an der Pass-Straße parken. Von dort geht es zu Fuß zum nahen Aussichtspunkt auf dem Gipfel.

 

Sternenjagd am Bodensee

Am Bodensee bietet sich beispielsweise die Haldenbergkapelle in Ailingen oberhalb von Friedrichshafen an. In der Nähe befindet sich ein Aussichtspunkt mit Sitzgelegenheiten.

 

Buffet zur Sternennacht

In Oberschwaben veranstaltet der Berggasthof auf dem Höchsten am 11. August um 18.00 Uhr ein Vollmondbuffet zum Zeitpunkt des Perseiden-Ereignisses. Bei Lagerfeuer am Aussichtspunkt tritt dort um 20.00 Uhr ein Märchenerzähler für Erwachsene auf. Begleitet wird das Ereignis mit sphärischen Klängen, Sternenkunde und einem Ratespiel um die Himmelskörper. Kosten je Teilnehmer: 40 Euro. In der Nähe befindet sich auch in 450 Metern Höhe ein Aussichtspunkt mit Parkplatz für jene, die weniger Trubel um sich herum wollen.

 

Dunkle Aussichten

Vielen Sternen-Fans ist die Region um Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) ein Begriff. Sie gehört zu den dunkelsten Ecken in Baden-Württemberg. Astrofotografen kommen hierher, um Bilder von der Milchstraße schießen zu können. Dazu zählt der Hachteler See südlich der Stadt zwischen B19 und B290 gelegen.

 

Eine der modernsten ihrer Art in Europa

Die Sternwarte Zollern-Alb in Rosenfels-Brittheim ist eine der modernsten Volkssternwarten in Europa. Zum Perseiden-Ereignis ist eine Veranstaltung geplant. Näheres teilt die Sternwarte kurzfristig mit. Die Preise beginnen bei vier Euro für Jugendliche. Erwachsene zahlen sieben Euro.

 

Ein Meteorit zum Anfassen

In Heilbronn zeigt die Robert-Mayer-Sternwarte in zahlreichen Veranstaltungen und Führungen tagsüber sowie abends Planeten und Sterne unseres Sonnensystems. Zu den Perseiden veranstaltet die Einrichtung «Wünsch Dir was»-Abende, bei denen Sternschnuppen unter fachlicher Begleitung zwischen 21.00 und 23.00 Uhr beobachtet werden können. Der Eintritt für Erwachsene kostet sechs Euro. Dort bekommen die Besucher sogar einen echten Meteoriten in die Hand. Parken kann man am besten auf dem Friedensplatz.

 

Sternegucken in der Landeshauptstadt

Die Sternwarte Stuttgart bietet mit Ausnahme von Dienstag und Sonntag täglich Führungen ab 22.00 Uhr zwischen Mai und August an den Teleskopen an. Erwachsene Zahlen fünf Euro. Die Abendführung dauert etwa 90 Minuten.

 

Warten in und um Karlsruhe

In Karlsruhe betreibt die Astronomische Vereinigung eine Sternwarte auf dem Dach des Max-Planck-Gymnasiums im Stadtteil Rüppur. Hier werden regelmäßige Vorführungen angeboten. Die Anlage nutzt einen historischen Refraktor aus 1885, der mit einer modernen Optik ausgestattet ist.

 

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