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Stimmen zum KSC-Sieg: „Um mich muss man sich da nicht so viele Sorgen machen“

KSC Stimmen zum KSC-Sieg: „Um mich muss man sich da nicht so viele Sorgen machen“

Quelle: aim

Der Karlsruher SC hat am Samstag, 21. Februar 2026, vor rund 24.400 Zuschauern mit 3:1 gegen Holstein Kiel im Karlsruher Wildpark gewonnen. Die Torschützen der Badener waren zweimal Marvin Wanitzek und Louey Ben Farhat. Hier kommen die Stimmen zum Spiel.

meinKA: Es lag viel Druck auf dem Spiel heute, wie bist du damit umgegangen?

Christian Eichner, KSC-Cheftrainer: „Ich darf seit sechs Jahren Trainer der Mannschaft sein, die mir ans Herz gewachsen ist. Ich habe es gar nicht als riesige Belastung wahrgenommen, weil du versuchst zu funktionieren. Es waren unterschiedliche Tage diese Woche, mit grausamen Trainingstagen, aber auch sehr guten Tagen. Wichtig ist, dass sich die Mannschaft auf dich verlassen kann und deswegen war es mir ein wichtiges Signal, dass sie befreit aufs Spielfeld geht. Um mich muss man sich da nicht so viele Sorgen machen. Ich fahre heute Abend heim und nach der Baustelle in Pforzheim ist das dann wieder vergessen und ich kümmere mich um andere Dinge.“

 

meinKA: Wie zufrieden bist du nach den klaren Worten nach dem Nürnberg-Spiel?

Mario Eggimann, KSC-Sportgeschäftsführer: „Wir haben heute eine Reaktion gesehen. Das war total wichtig, auch hier mal mit einem deutlichen Abstand zu gewinnen. Das tut der Mannschaft verdammt gut und es tut auch uns allen gut. Es war eine sehr, sehr intensive Woche, aber vor allem müssen jetzt dran bleiben. Es war heute wichtig, die Zweikämpfe zu gewinnen, weil es ein sehr intensives Spiel war. Wir sind heute sehr viel gelaufen und das war zwingend notwendig. Der Platz war brutal tief, was sehr anstrengend war. Aber da haben wir körperlich über 90 Minuten mitgehalten.“

 

meinKA: Was war heute der Schlüssel, dass es gerade auch defensiv eine Leistungssteigerung war?

David Herold, KSC-Verteidiger: „Ich glaube, wenn man alles in Betracht zieht – die Gegebenheiten, den Platz und die Situation, in der wir uns gerade befinden, dann war das genau die richtige Art und Weise, wie man sich aus so einer Situation wieder herauskämpft. Das ist für den Zuschauer nicht besonders schön anzusehen. Aber nehmt es uns nicht übel, wenn wir erst einmal über die Basics wieder in die Spur zurückkommen. Ich glaube, es geht nur so: über Kampf, über Laufen, über Zweikämpfe, über harte Arbeit und alles andere, was das Spielerische betrifft, was unsere Freude am Fußball ausmacht und was für den Zuschauer auch etwas fürs Auge ist, das kommt dann alles in naher Zukunft wieder. Deswegen sind wir happy, dass wir das Spiel heute gewonnen haben, und nächste Woche geht es weiter.“

 

meinKA: Du hast die Woche über versucht, den Druck aus der Mannschaft zu nehmen, wie wichtig war das?

Christian Eichner, KSC-Cheftrainer: „Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass jeder Leistungssportler Druck braucht. Der eine etwas mehr, der andere etwas weniger. Bei uns ging es heute darum, den Nebenmann etwas besser zu machen. Ich wollte diese Woche nicht noch mehr Druck hereinbringen, denn den gab es schon genug auf jedem einzelnen. Mir war es wichtig, dass es sich an diesem Wochenende nicht nur um mich dreht, auch wenn das automatisch kommt. Es geht um die Mannschaft und den Klub und das war heute gut, aber es ist auch noch nicht zu Ende, weil wir immer noch zehn Punkte brauchen.“

 

meinKA: Du hast heute ziemlich befreit aufgespielt und dich am Ende mit einem Tor belohnt, wie hast du das heute wahrgenommen?

Louey Ben Farhat, KSC-Stürmer: „Ja, das kann man so sagen. Ich hatte ein gutes Gespräch mit dem Coach, der mir einfach nochmal gesagt hat, dass ich, wenn ich auf dem Platz stehe, einfach 120 Prozent geben soll und das machen soll, was ich kann – keine Experimente, nichts. Das braucht man manchmal vom Cheftrainer, sowas muss man manchmal einfach hören. Ich habe mir am Anfang sehr viel Druck gemacht, aber jetzt vor allem nach so einem Spiel merkt man, dass alles von alleine kommt. Ich habe mich einfach gefreut, wieder ein Tor zu schießen, dann auch noch direkt vor der Kurve. Das ist einfach, als wäre mir ein Stein vom Herz gefallen.“

 

meinKA: Mit Kwon und Ambrosius standen heute zwei Winterneuzugänge in der Startelf, wie haben sie dir gefallen?

Christian Eichner, KSC-Cheftrainer: „Auf Kwon ist momentan sehr viel eingeprasselt, weil gerade diese Woche sehr viele Gesprächsrunden stattgefunden haben. Er ist eine Holding-Six und muss sich noch an die Intensität gewöhnen. Wir haben ihn heute einfach mal reingeworfen, um ein Bild von ihm zu bekommen. Ich muss mich aber kritisieren, weil ich ihn zur Halbzeit hätte rausnehmen müssen, weil wir dadurch einen Wechsel-Slot verloren haben. Stephan Ambrosius bringt das mit, weshalb er schon mal bei uns war. Es geht bei ihm vor allem darum, dass er die Mannschaft kennt und der Mannschaft schnell helfen kann. Stephan Ambrosius ist der Inbegriff des Verteidigers und deshalb war für mich am Freitagabend auf der Heimfahrt von Nürnberg klar, dass er kommenden Samstag gegen Kiel spielen muss.“

 

Fotogalerie | KSC mit Heimspielsieg gegen Holstein Kiel

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