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Studie zur Wohnungsnot: 192.000 Wohnungen fehlen – günstiger Wohnraum besonders rar

News Studie zur Wohnungsnot: 192.000 Wohnungen fehlen – günstiger Wohnraum besonders rar

Quelle: Henning Kaiser/dpa
dpa

Wohnungssuche frustrierend? Wer im Südwesten bezahlbar wohnen will, hat es schwer. Wie steigende Mieten und mehr Single-Haushalte die Lage verschärfen.

Der Wohnungsmarkt in Baden-Württemberg ist einer Studie zufolge fast im ganzen Land sehr angespannt: Aktuell fehlen 192.000 Wohnungen im Südwesten, wie das Pestel-Institut im Auftrag von sieben Verbänden der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen ermittelte.

In 41 von 44 Stadt- und Landkreisen herrscht demnach ein Defizit oder starker Mangel an Wohnraum. Nur in den Landkreisen Tübingen, Calw und Freudenstadt gelte der Markt derzeit als einigermaßen ausgeglichen.

Der Chef des Pestel-Instituts, Matthias Günter sagte, die Wohnungsmärkte im Land stünden unter enormem Druck. Der Neubau reiche schon seit Jahren nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken. Selbst stabile Baugenehmigungszahlen würden heute nicht reichen.

Günstige Wohnungen sind rar

Im Südwesten gibt es der Studie zufolge zu wenig günstigen Wohnraum. Ende vergangenen Jahres gab es gut 2,6 Millionen vermietete Wohnungen. Ein ausreichendes Angebot sei nach Ansicht von Experten ausschließlich im oberen und obersten Preisbereich vorhanden. Angesichts der Mietsteigerungen der letzten Jahre fehlen vor allem bezahlbare Wohnungen im Preisbereich zwischen 8,00 und 10,00 Euro pro Quadratmeter netto-kalt.

Der Wohnungsmangel hat viele Ursachen: Die Einwohnerzahl im Land ist seit 2010 um 7,2 Prozent auf 11,2 Millionen Menschen gewachsen. Die Zahl der privaten Haushalte sogar um fast elf Prozent, wie aus der Erhebung weiter hervorgeht.

Ursache des Wohnungsnotstands ist nicht nur Zuwanderung, sondern gleichfalls die sinkende Haushaltsgröße: Immer mehr Menschen leben allein, während gleichzeitig die Wohnfläche pro Kopf weiter gestiegen ist. So ist die Haushaltsgröße seit 2010 stetig gesunken – von 2,19 auf 2,11 Personen, während die verfügbare Wohnfläche je Einwohner von 44 auf 48,7 Quadratmeter gestiegen ist.

 

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