News
„Unvorteilhafte Wetterbedingungen“: EnBW legt Quartalszahlen vor

News „Unvorteilhafte Wetterbedingungen“: EnBW legt Quartalszahlen vor

Quelle: Jens Büttner
dpa

Der Energiekonzern setzt immer mehr auf erneuerbare Energien – und ist daher auf Wind und Wetter angewiesen. Die Auswirkungen zeigen sich unmittelbar in der Bilanz für die ersten drei Monate.

Trotz Flaute über dem Meer ist der Karlsruher Energiekonzern EnBW besser ins neue Jahr gestartet als 2024. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Adjusted Ebitda) in den ersten drei Monaten stieg den Angaben nach um fünf Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Unter anderem seien Erlöse aus der Netznutzung gewachsen. Auch der Bereich Elektromobilität habe sich positiv entwickelt, hieß es.

Hingegen verbuchte EnBW im Bereich erneuerbare Energien mit rund 303 Millionen Euro einen Rückgang des um Zinsen, Steuern und Abschreibungen bereinigten Gewinns um rund neun Prozent binnen eines Jahres. «Dies war in erster Linie unvorteilhaften Wetterbedingungen geschuldet», hieß es. Vor allem die Offshore-Windverhältnisse seien deutschlandweit im ersten Quartal sehr schwach gewesen – sowohl im Vergleich zum langjährigen Schnitt als auch zum Vorjahreszeitraum. «Dies konnte nur teilweise von höheren Erlösen der Pumpspeicher- und Laufwasserkraftwerke kompensiert werden.»

Prognose bestätigt

Für das laufende Geschäftsjahr insgesamt erwartet EnBW weiterhin ein Ergebnis von 4,8 Milliarden bis 5,3 Milliarden Euro. 2024 hatte der Konzern wie erwartet nach einem sehr guten Vorjahr einen deutlichen Gewinneinbruch verbucht: Das Adjusted Ebitda sank von 6,4 Milliarden auf 4,9 Milliarden Euro.

EnBW versorgt mehr als 5,5 Millionen Kundinnen und Kunden. Das Land Baden-Württemberg und der Zusammenschluss OEW von neun oberschwäbischen Landkreisen sind mit jeweils fast 47 Prozent die Hauptanteilseigner.

Finanzvorstand appelliert an neue Bundesregierung

Bei der Hauptversammlung vergangene Woche hatten Aufsichtsrat und Vorstand grünes Licht für eine mögliche Kapitalerhöhung in Höhe von rund drei Milliarden Euro erhalten. Auf diese Weise könnte sich die EnBW an den Finanzmärkten mehr Geld für Investitionen beschaffen. Eine finale Entscheidung darüber und einen konkreten Zeitplan dafür gibt es allerdings noch nicht.

«Damit die Transformation des Energiesystems gelingt, brauchen wir von der neuen Bundesregierung jetzt schnell Klarheit und stabile Rahmenbedingungen», erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Finanzvorstand Thomas Kusterer laut der aktuellen Mitteilung. Die Investitionen von Januar bis März stiegen den Angaben zufolge mit rund 1,5 Milliarden Euro deutlich. Das Geld sei vor allem in den Ausbau der Strom- und Gasnetze, der Offshore-Windkraft sowie in den Bau wasserstofffähiger Gaskraftwerke geflossen.

 

Weitere Nachrichten

Wirtschaftsministerium feilt an Hightech-Strategie

Humanoide Roboter aus Metzingen, KI aus Freiburg und Lieferketten-Software aus Mannheim: Baden-Württembergs Start-ups mischen Europas Hightech-Szene auf. Bleibt das Land Innovationsmotor?

Warnung vor Hitze - Wo der Juni-Rekord von 39 Grad wackelt

Lüften, solange es geht: Die Hitzewelle ist unterwegs und wird mit jedem Tag stärker. Wo es in den kommenden Tagen so richtig knackig heiß werden soll und an welchen Orten sogar Rekordwerte drin sind.

Sommer ist Glühwürmchenzeit: Hier könnt ihr die leuchtenden Käfer sehen!

Von Mitte Juni bis Juli leuchten die Käfer wieder: Wo die Chancen im Südwesten besonders gut sind und worauf man achten sollte.

Southside-Festival startet: Das sollten Besucher wissen

Festivalfans dürften sich freuen: Am Freitag startet das Southside wieder. Zu den Headlinern gehören Kraftklub und Billy Talent. Was man über Tickets, Anreise und Camping wissen sollten.

16 Monate nach Brückensturz in Karlsruhe: Verbrechen vermutet, Hinweise gesucht

Zeugen finden im Februar 2025 den damals 15-Jährigen lebensgefährlich verletzt unter einer Brücke in Karlsruhe. Welche Belohnung die Staatsanwaltschaft nun für Hinweise ausgesetzt hat.

Debatte über KI an Schulen: Was gegen ein Pauschalverbot spricht

Einige Schüler nutzen inzwischen KI bei Prüfungen zum Schummeln. Ein baden-württembergischer Bildungsverband warnt dennoch vor pauschalen Verboten – und plädiert für andere Lösungen.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.