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Verschobene OPs, leere Betten: Verdi ruft zu Warnstreiks auf

News Verschobene OPs, leere Betten: Verdi ruft zu Warnstreiks auf

Quelle: Marijan Murat/dpa
dpa

In 20 Kliniken im Land wird die Arbeit niedergelegt. Das hat Auswirkungen auf die Patientinnen und Patienten.

Patientinnen und Patienten müssen sich ab Mittwoch an einigen Kliniken in Baden-Württemberg auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft zu einem bundesweiten Warnstreik in Klinken, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdiensten auf. Dies teilte die Gewerkschaft mit. In Baden-Württemberg würde demnach in 20 Kliniken die Arbeit niedergelegt. Betroffen ist etwa das Klinikum Stuttgart oder die Uniklinik Mannheim.

Die Gewerkschaft rechnet aufgrund der teilweise mehrtägigen Warnstreiks damit, dass es zu OP- und Bettenschließungen kommt. In allen bestreikten Krankenhäusern gebe es aber Notdienstvereinbarungen zur sicheren Versorgung der Patienten.

«Die Beschäftigten der baden-württembergischen Kliniken arbeiten seit 19 Jahren eine halbe Stunde mehr pro Woche als ihre Kolleg:innen in allen anderen Bundesländern», kritisierte Jakob Becker, der Verdi-Landesfachbereichsleiter für Gesundheit und Soziales. In Baden-Württemberg will die Gewerkschaft wie in allen anderen Bundesländern auch die 38,5-Stunden-Woche erreichen.

Hunderttausende betroffen

Hintergrund ist der Tarifstreit mit Bund und Kommunen. Im Südwesten sind nach Angaben des Kommunalen Arbeitgeberverbands 385.000 Beschäftigte direkt von den Tarifverhandlungen betroffen. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes (Stichtag 30. Juni 2023) arbeiten davon rund 248.000 Tarifbeschäftigte bei den Kommunen.

Verdi fordert eine Tariferhöhung im Volumen von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich für Entgelterhöhungen und höhere Zuschläge für die Arbeit zu belastenden und ungünstigen Zeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Außerdem fordert die Gewerkschaft drei zusätzliche freie Tage. Die Arbeitgeber haben diese Forderungen als nicht finanzierbar zurückgewiesen. Die Tarifverhandlungen werden Mitte März in Potsdam fortgesetzt.

 

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