Nachrichten
Versicherungsbilanz: Autos im Südwesten stärker von Unwetterschäden betroffen

Nachrichten Versicherungsbilanz: Autos im Südwesten stärker von Unwetterschäden betroffen

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Stürme, Hagel, Überschwemmungen: An Autos richtet die Natur oft teure Blechschäden an. Im Südwesten war der Schaden zuletzt besonders hoch.

Unwetter haben im vergangenen Jahr rund 133.500 Autos in Baden-Württemberg beschädigt. Der Südwesten war damit trauriger Spitzenreiter: Mehr als ein Drittel der bundesweit 340.000 durch Stürme, Hagel und Blitzschläge beschädigten Fahrzeuge entfielen auf das Land. Das geht aus aktuellen Zahlen des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft hervor. Die Schäden reichen demnach von kleinen Dellen und Kratzern bis zur Zerstörung durch umstürzende Bäume oder Überschwemmungen.

Die Gesamtkosten für die Versicherer summierten sich auf 530 Millionen Euro. Bundesweit lag die Schadenssumme bei 1,3 Milliarden Euro. Die tatsächliche Zahl der von Sturm und Hagel getroffenen Autos war noch höher, denn die Unternehmen zahlen Unwetterschäden nur für kaskoversicherte Fahrzeuge. Gesetzlich vorgeschrieben ist nur die Kfz-Haftpflicht. Diese deckt nur Schäden ab, die Autofahrer an anderer Leute Eigentum verursachen.

Mit 18,2 gemeldeten Schäden pro 1.000 kaskoversicherte Fahrzeuge waren Fahrzeuge in Baden-Württemberg fast dreimal so häufig von Naturgefahren betroffen wie in ganz Deutschland. Auch bei der Höhe der Schäden liegt der Südwesten demnach vorn: «Im Schnitt haben die Kfz-Versicherer für jeden Unwetterschaden in Baden-Württemberg rund 4.000 Euro bezahlt, nur in Bayern waren die Schäden im Durchschnitt noch teurer», teilte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen mit.

 

Gesamtschäden durch Hochwasser getrieben

Insgesamt haben sich die von der Natur verursachten Schäden nach früheren GDV-Angaben im Südwesten zuletzt mehr als verdoppelt: 2024 summierten sich die Fälle bei Sach- und Kfz-Versicherern auf gut 1,6 Milliarden Euro – 2023 waren es noch 662 Millionen Euro.

Bundesweit lag die gesamte Schadenssumme bei 5,7 Milliarden Euro – in etwa genauso viel im Vorjahr. Mehr als die Hälfte fiel im Süden an. Dort hatte es vor gut einem Jahr schwere Überschwemmungen gegeben. Die gesamten Schäden dürften ohnehin deutlich höher liegen, da längst nicht alles versichert ist.

 

Weitere Nachrichten

Rechtsanspruch ab September: Ganztagsbetreuung in der Grundschule – das muss man wissen

Ab Herbst haben Erstklässler in Baden-Württemberg Anspruch auf mindestens acht Stunden Betreuung pro Tag. Doch reicht das Angebot? Was Eltern zu Plätzen, Kosten und Ferien wissen sollten.

Sturmfolgen in Karlsruher Freibädern - Rheinstrandbad bleibt vorerst zu

Unwetterfolgen in Karlsruhe: Im Rheinstrandbad sind Bäume beschädigt und geborsten. Das Bad bleibt übers Wochenende zu. Auch andere Freibäder sind betroffen vom Sturm.

Regelrecht "gekocht": Wie Hitze und Trockenheit Tiere plagen

Salamander, Wasseramsel, Steinkrebs und Co. leiden unter Niedrigwasser und steigenden Gewässertemperaturen. Fachleute warnen vor schrumpfenden Beständen und verlorenen Lebensräumen.

Alternative Antriebe: So beliebt sind Elektroautos im Südwesten

In Baden-Württemberg wächst das Interesse an E-Autos. Mehr als ein Viertel aller Neuwagen fahren ausschließlich mit Strom. Nur in zwei Bundesländern sind E-Autos noch beliebter.

Umfrage: Fast jeder dritte Studierende wohnt bei den Eltern

Nach der Schule nichts wie raus aus dem Kinderzimmer? Das gilt für viele Studierende im Südwesten nicht, zeigt eine neue Erhebung. Wo Studierende am häufigsten wohnen - und wie sie zur Uni kommen.

Geld Münzen

Pensionsrücklagen: Hessen und Baden-Württemberg legen gemeinsam Geld an

Die Länder und der Bund müssen dafür sorgen, die künftigen Pensionen ihrer Beamten zahlen zu können. Ein neuer Spezialfonds soll die Rücklagen von Hessen, Baden-Württemberg und dem Bund sichern.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.