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Vor mehrjähriger Schließung: Highlights im Badischen Landesmuseum 2025

Nachrichten Vor mehrjähriger Schließung: Highlights im Badischen Landesmuseum 2025

Quelle: Hannes Deters

Von der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des Museums über aktuelle digitale Neuerungen bis hin zu den Veranstaltungen vor der sanierungsbedingten Schließung des Karlsruher Schlosses im Sommer: 2025 stehen einige Highlights im Badischen Landesmuseum an.

Schloss für mehrere Jahre nicht zugänglich

Noch bis zum 28. September 2025, ist das Schloss Karlsruhe geöffnet, bevor die Restauratorinnen und Restauratoren die Objekte allesamt verpacken und die Szenographien und Ausstellungsarchitekturen abgebaut werden.

Erst dann kann die umfassende Generalsanierung beginnen, während der das Schloss für mehrere Jahre nicht zugänglich sein wird.

„Es ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft! Die dringend notwendige Sanierung des Karlsruher Schlosses durch das Amt Karlsruhe, Vermögen und Bau Baden-Württemberg ermöglicht nicht nur den Erhalt dieses einzigartigen Gebäudes, sondern schafft auch die Grundlage für ein modernes Museumserlebnis“, so Eckart Köhne, Direktor des Badischen Landesmuseums.

Trotz der Schließung will das Museum präsent bleiben: nämlich an anderen Standorten wie dem Museum beim Markt in Karlsruhe, in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden oder auch die digitalen Angebote.

 

Motto lautet „Noch einmal Baden in Kultur“

Unter dem Motto „Noch einmal Baden in Kultur“ bietet das Badische Landesmuseum ein abwechslungsreiches Programm:

Im August und September wird das Schloss zur Kulisse für Veranstaltungen: Von Tänzen im Gartensaal über historische Spieleabende bis hin zu offenen Werkstätten und thematischen Führungen.

Fest im Kalender stehen die kostenfreien „Happy Fridays“, bei denen die Kuratorinnen und Kuratoren durch ihre Fachbereiche führen und exklusive Einblicke geben. Ein Abschlusswochenende ist am 27. und 28. September 2025, geplant – bevor das Schloss für die Generalsanierung schließt. Bei einer großen Versteigerung können dann Deko-Elemente und Bauteile aus den Ausstellungen erworben werden.

 

Mehrere Ausstellungen bis zu Schließung

Zudem gibt es bis zur Schließung mehrere Ausstellungen: In der Sonderausstellung „Unrecht & Profit – Das Badische Landesmuseum im Nationalsozialismus“ stellt sich das Museum seiner Verantwortung und beleuchtet seine Rolle während der NS-Zeit. Über 70 Objekte werden erstmals präsentiert, die allesamt unrechtmäßig erworben wurden. Sie veranschaulichen die verschiedenen Entzugskontexte während der Diktatur.

Mit der Ausstellung „Kann das weg? – Von Abfällen und Einfällen“ setzen die Volontärinnen und Volontäre ein Zeichen für Nachhaltigkeit.

In der aktuell laufenden Studioausstellung „Spolia – Vom Gedächtnis der Dinge“ setzt Myriam Schahabian ihre Arbeiten zu einer Landschaft aus Spolien zusammen. Fragmente aus tradierten Bildern und Texten – aus der persischen Malerei, Architektur und Schriftkunst – werden in Skulpturen oder Bildplatten übertragen und stehen für die Resilienz der Schönheit selbst in Zeiten des Krieges.

Ab Juli zeigt die Ausstellung „Unvergängliche Augenblicke“ darüber hinaus Fotografien von Uli Deck. Seit über einem Jahrzehnt hat er das Badische Landesmuseum begleitet und mit seinen außergewöhnlichen Bildern die Verbindung von Kunst, Kultur und den Menschen im Museum dokumentiert.

 

Besucherzahlen: 2024 im Aufwärtstrend

„Die Besucherzahlen des Badischen Landesmuseums haben 2024 einen beeindruckenden Aufwärtstrend gezeigt. Mit insgesamt 295.337 Besucherinnen und Besuchern in all unseren Außenstellen und Zweigmuseen haben wir das Vorjahresergebnis von 261.208 deutlich übertroffen“, betont Susanne Schulenburg, kaufmännische Direktorin.

 

 

 

 

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