News
Warnstreiks im Nahverkehr: Busse und Bahnen bleiben im Depot

News Warnstreiks im Nahverkehr: Busse und Bahnen bleiben im Depot

Quelle: Axel Heimken/dpa/Symbolbild
dpa

Pendler und Pendlerinnen müssen sich am Freitag in Geduld üben. Die Gewerkschaften legen im Tarifstreit des öffentlichen Diensts den Nahverkehr lahm. Welche Städte sind betroffen?

In Teilen von Baden-Württemberg müssen sich Fahrgäste im kommunalen Nahverkehr am Freitag eine Alternative suchen, weil Busse und Bahnen in den Depots bleiben. Die Gewerkschaft Verdi ruft in Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Heilbronn, Esslingen, Konstanz und Baden-Baden die Beschäftigten der Nahverkehrsunternehmen zum ganztägigen Warnstreik auf, wie ein Sprecher mitteilte. Gleichfalls sei Ulm betroffen. Es werde damit gerechnet, dass kein Fahrdienst stattfinde. Hintergrund der befristeten Arbeitsniederlegungen ist die laufende Tarifrunde im öffentlichen Dienst.

Um was geht es bei den Tarifverhandlungen?

Die zweite Tarifrunde für mehr als 2,5 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen blieb ohne Annäherung, die Arbeitgeber legten kein Angebot vor. Verdi und des Beamtenbunds dbb verhandeln mit dem Bund und den Kommunen über Einkommen und Arbeitszeit von mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten. Diese arbeiten nicht nur in der Verwaltung, sondern auch in Kitas, an Schulen und Universitäten, im Nahverkehr, bei den Abfallbetrieben oder an Flughäfen. Auch Feuerwehrleute und Bundespolizisten gehören dazu.

Die Gewerkschaften wollen ein Lohnplus von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro monatlich durchsetzen. In besonders belastenden Jobs wie im Gesundheitsbereich soll es höhere Zuschläge geben. Außerdem wollen die Gewerkschaften drei zusätzliche freie Tage aushandeln, für Gewerkschaftsmitglieder sogar vier. Das alles soll auf flexiblen Arbeitszeitkonten verwaltet werden, sodass man selbst entscheiden kann, ob man sich Überstunden auszahlen lassen oder sie ansammeln will.

Warnstreiks im privaten Omnibusgewerbe

Bereits am Donnerstag sind Beschäftigte von Stadtwerken, den Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetrieben sowie in der Müllverbrennung zu befristeten Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Neben den Nahverkehrsunternehmen gibt es am Freitag nach Gewerkschaftsangaben gleichfalls Warnstreiks im privaten Omnibusgewerbe. Dort sind erneut Beschäftigte in über 30 Betrieben aufgerufen. Parallel bereitet die Gewerkschaft die Urabstimmung nach den gescheiterten Verhandlungen vor. Stimmen dabei über 75 Prozent der Mitglieder zu, seien unbefristete Streiks möglich, hieß es.

 

Weitere Nachrichten

Jahresbilanz: "Beispiellose Ausbreitung" - Sommerhitze nutzt der Tigermücke

Während heimische Plagegeister dieses Jahr kaum eine Chance hatten, eroberte ein früherer Exot so viele Kommunen im Südwesten wie nie zuvor. Was tun gegen den kleinen Blutsauger?

Fake-Kryptowährung: Durchsuchung auch in Karlsruhe - Ermittler pfänden Ferrari

Ein Ferrari, Datenträger und zahlreiche Beweismittel: Zwei Männer sollen mit einer Fake-Kryptowährung mehrere hunderttausend Euro eingenommen haben.

Ausgebüxt in Richtung Rennbahn - Polizei muss Rinder einfangen

Rund zehn ausgebüxte Rinder haben am frühen Sonntagmorgen in Iffezheim (Kreis Rastatt) einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Tiere waren gegen 7.00 Uhr auf einer Straße in Richtung der bekannten Galopprennbahn Iffezheim unterwegs, wie die Polizei mitteilte.

Forschungsprojekt: Spürhunde sollen Borkenkäfer in Wäldern erschnuppern

Borkenkäfer sind für Förster oft erst spät zu erkennen. In Baden-Württemberg sollen speziell trainierte Hunde verdächtige Bäume aufspüren – wie zuverlässig sind sie?

Erstmals seit 200 Jahren: Was der neue Luchsnachwuchs für Baden-Württemberg bedeutet

Erstmals seit 200 Jahren gibt es Luchsnachwuchs im Südwesten. In den vergangenen Monaten wurden vier Junge bei drei Weibchen nachgewiesen. Ein Fund im Südschwarzwald könnte auf Zuwanderung hindeuten.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.