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Warnung vor Hitze – Wo der Juni-Rekord von 39 Grad wackelt

News Warnung vor Hitze – Wo der Juni-Rekord von 39 Grad wackelt

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
dpa

Lüften, solange es geht: Die Hitzewelle ist unterwegs und wird mit jedem Tag stärker. Wo es in den kommenden Tagen so richtig knackig heiß werden soll und an welchen Orten sogar Rekordwerte drin sind.

Jetzt dreht der Sommer in Baden-Württemberg so richtig auf: Es steht eine starke Hitzewelle bevor, die am Wochenende oder zu Beginn der kommenden Woche an bisherige Juni-Rekorde heranreichen könnte. Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind vor allem im Oberrheingraben Temperaturen von bis zu 39 Grad möglich. Der bisherige Höchstwert für einen Juni liegt bei 38,9 Grad, gemessen am 30. Juni 2019 in Mannheim.

Angesichts der bevorstehenden Hitzewelle warnt Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand (Grüne) vor erheblichen Risiken. «Die bevorstehende Hitzewelle ist kein bloßes Sommerphänomen, sondern ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko», sagt er. Es sei jetzt besonders wichtig, auf sich und andere zu achten und Warnsignale des Körpers ernst zu nehmen.

 

Temperaturen steigen mit jedem Tag

Die Hitze baut sich schrittweise auf: Schon am Donnerstag werden im Bergland und im Allgäu bis zu 31 Grad erreicht, am Oberrhein bis zu 37 Grad. Am Freitag legen die Temperaturen weiter zu und klettern auf 32 bis 38 Grad. Besonders betroffen sind der Breisgau sowie Regionen um Freiburg, Offenburg, Karlsruhe und Mannheim. Dazu kommen verbreitet tropische Nächte, in denen die Temperaturen kaum unter 20 Grad sinken.

Auslöser ist Hoch «Gorgias», das sich über Mitteleuropa festsetzt und für anhaltend sonniges und trockenes Wetter sorgt. Für Mitte Juni sind solche Werte ungewöhnlich – vergleichbare Hitze tritt in Baden-Württemberg meist erst im Hochsommer auf. Der absolute Landesrekord von knapp 40 Grad bleibt nach derzeitiger Prognose aber wohl außer Reichweite.

 

Hildenbrand: «Hitzeschutz ist eine gemeinsame Aufgabe»

Mit der Hitze wachsen auch die Risiken. Der DWD warnt vor einer starken Belastung insbesondere für ältere und pflegebedürftige Menschen. Gesundheitsminister Hildenbrand rief dazu auf, gefährdete Gruppen besonders im Blick zu behalten – darunter auch Säuglinge, Schwangere und Obdachlose. «Hitzeschutz ist eine gemeinsame Aufgabe», mahnte er.

Er rief die Menschen auf, wenn möglich, die Mittagssonne zu meiden und ausreichend zu trinken – die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt bei Hitze alle ein bis zwei Stunden mindestens ein Glas Wasser (0,2 Liter), auch ohne Durstgefühl. Warnsignale wie Schwindel, Verwirrtheit oder ungewöhnlich hohe Körpertemperaturen sollten ernst genommen werden. Zur Abkühlung eigneten sich Arm- und Fußbäder – allerdings nicht zu kalt, um Kreislaufprobleme zu vermeiden. Wohnräume sollten tagsüber abgedunkelt und nachts gelüftet werden.

 

Bereits der vergangene Juni war auffällig heiß

Dass der Juni in Baden-Württemberg zu heiß ausfällt, ist kein Einzelfall. Bereits im vergangenen Jahr war der erste meteorologische Sommermonat viel zu warm und zu trocken: Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,8 Grad belegte der Juni 2025 laut DWD den zweiten Platz in der Messhistorie. Wärmer war es nur im Jahr 2003 – jenem Extremsommer, in dem in Freiburg auch der bis heute gültige Hitzerekord für Baden-Württemberg aufgestellt wurde.

 

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