News Stark gefährdete Wechselkröte: Karlsruher Regierungspräsidium sorgt für neuen Lebensraum
Die Bestände der heimischen Amphibienarten sind in den letzten Jahren deutschlandweit eingebrochen. Auch die Wechselkröte ist betroffen. Im Steinbruch in Obrigheim hat das Naturschutzreferat des Regierungspräsidiums Karlsruhe neuen Lebensraum geschaffen.
Neuer Lebensraum für die Wechselkröte
Die grün gefleckte Wechselkröte ist nach deutschem und europäischem Naturschutzrecht streng geschützt und in ganz Deutschland stark gefährdet. Durch Verfüllung, Trockenlegung oder Bewaldung sind viele ihrer Lebensräume verschwunden, zusätzlich macht der Klimawandel den Lurchen zu schaffen.
Seit einigen Jahren wird die Wechselkröte daher, neben anderen seltenen Amphibienarten wie Moorfrosch oder Knoblauchkröte, im Artenschutzprogramm des Landes Baden-Württemberg gelistet, heißt es in einer Pressemeldung des Landes.
Im Steinbruch in Obrigheim hat das Naturschutzreferat des Regierungspräsidiums Karlsruhe nun neuen Lebensraum für die Wechselkröte geschaffen:
Für den Tümpel in Obrigheim wurde die neu geschaffene Mulde im Steinbruchboden mit einer Betonsohle versehen. Dieser könne das Wasser besonders lange halten, bei Bedarf gereinigt werden und begrüne sich weniger stark. Denn als sogenannte „Pionierart“ besiedele die Wechselkröte nur gut besonnte, vegetationsarme Gewässer, wird informiert.
Das Projekt wurde vor Ort vielfach unterstützt: Die Gemeinde Obrigheim hat die Fläche zur Verfügung gestellt, die Baggerarbeiten wurden kostenfrei durch die Baden-Württembergische Steinbruchbetriebe GmbH & Co. KG durchgeführt. Die Heidelberg Materials AG beteiligt sich darüber hinaus hälftig an den Kosten für den Spezialbeton.
Da sich die Laichzeit der Wechselkröte noch bis in den Frühsommer erstrecke, besteht die Möglichkeit, dass das neu geschaffene Kleingewässer noch in diesem Jahr besiedelt werde.