Tierhilfe
Mit Herz, Fachwissen & unermüdlichem Einsatz: Zu Besuch bei der Wildtierhilfe Pforzheim

Tierhilfe Mit Herz, Fachwissen & unermüdlichem Einsatz: Zu Besuch bei der Wildtierhilfe Pforzheim

Interview
Quelle: Melanie Hofheinz

Vom verletzten Eichhörnchen bis verwaistem Frischling: Die Wildtierhilfe Pforzheim kümmert sich um Wildtiere in Notsituationen. Aufpäppeln, Wundversorgung und mehr – dank des Engagements von Jeanine Nikolaus bekommen die Tiere eine zweite Chance im Leben.

Wildtierhilfe Pforzheim im meinKA-Interview

 

Liebe Jeanine, gibt uns bitte ein paar Informationen über die Wildtierhilfe Pforzheim?

Jeanine Nikolaus: Wir sind die Wildtierhilfe Pforzheim und uns gibt es seit 11 Jahren. Wir sind ein Verein und sind für alle möglichen Wildtiere da, die gefunden werden – verletzt und/oder verwaist sind. Das bedeutet: Uns darf man anrufen (0151/29526881), wenn ein Wildtier gefunden wird, wenn man nicht weiß, was man machen soll.

Im Optimalfall verbleibt das Wildtier in der Natur – weil es eventuell gar keine Hilfe benötigt – aber wenn Verletzungen vorhanden sind oder Hilfe benötigt wird, dürfen die Tiere gerne zu uns kommen und wir kümmern uns, damit sie später wieder ausgewildert werden können.

 

Dieser kleine Marder wird aktuell von Jeanine mit der Flasche großgezogen. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Wie groß ist das Einzugsgebiet der Wildtierhilfe Pforzheim?

Jeanine Nikolaus: Teilweise werden Tiere aus ganz Deutschland zu uns gebracht – natürlich kommen viele aus Pforzheim und dem Enzkreis – aber Karlsruhe decken wir mit ab, ebenso alles in Richtung Stuttgart. Aber manchmal kommen auch Tiere aus dem hohen Norden und tief aus dem Süden zu uns.

 

Diese drei Frischlinge wurden ebenfalls von der Wildtierhilfe Pforzheim aufgenommen. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Welche Wildtiere werden oft zu euch gebracht?

Jeanine Nikolaus: Allein in diesem Jahr kamen insgesamt schon gut über 150 Tiere zu uns, die wir aufgenommen haben. Am häufigsten sind Feldhasen – die haben aber auch die längste Setzzeit (Januar/Februar bis Oktober). Wir zählen in 2026 bereits über 20 Feldhasen. Aber auch Eichhörnchen sind ein Klassiker: Da viele einfach abstürzen und Nasenbluten haben – infolgedessen werden sie nicht mehr von der Mutter angenommen. Rehkitze kommen auch oft zu uns.

 

Ein Rehkitz bekommt das Fläschchen – kein Einzelfall bei der Wildtierhilfe Pforzheim. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Ein großer Appell:

Rehkitze und Feldhasen sitzen/liegen prinzipiell allein im Gras – ohne Mama – da ist in der Regel alles in Ordnung! Sie benötigen keine Hilfe – auf keinen Fall anfassen.

 

Wie kann man den Verein aktiv unterstützen?

Jeanine Nikolaus: Uns kann man unterstützen, indem man sich einfach bei uns meldet. Dann kann man darüber reden, was derjenige eventuell leisten kann: Man kann zum Beispiel eine Pflegestelle werden – oder sich als Fahrer anbieten. Da wir selbst nicht ausrücken können, um die Wildtiere zu uns nach Pforzheim zu holen, benötigen wir oft Menschen, welche die Tiere zu uns bringen. Wir haben hierfür extra eine „Fahrer-Gruppe“.

 

Futterspenden sind ebenfall willkommen bei der Wildtierhilfe Pforzheim – gerne über die Wunschliste. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Welche Spenden-Möglichkeiten gibt es bei der Wildtierhilfe Pforzheim?

Jeanine Nikolaus: Man kann bei uns eine Vereinsmitgliedschaft abschließen und uns jährlich mit dem Mitgliedsbeitrag unterstützen. Es gibt aber auch Patenschaften, die wir für die Tiere vergeben. Auch haben wir eine Amazon-Wunschliste für Sachspenden.

Wir freuen uns natürlich auch über Geldspenden (Spendenbescheinigungen sind möglich). Das ist auch das, was wir derzeit am meisten brauchen – denn wir bauen aktuell eine neue Wildtierstation auf. Da sind wir seit einem Jahr am Bauen und da fallen Kosten für Baumaterial an.

 

Event-Tipp:

Wer die neue Wildtierstation vor Ort besuchen möchte, hat jetzt am Samstag, 09. Mai 2026, die Gelegenheit dazu!

 

 

 

 

Video | Wildtierhilfe in Pforzheim

 

 

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