News
Wirtschaftsflaute im Land: Tausende Maschinenbau-Jobs fallen weg

News Wirtschaftsflaute im Land: Tausende Maschinenbau-Jobs fallen weg

Quelle: Armin Weigel/dpa
dpa

Der Maschinenbau ist einer der wichtigsten Industriezweige im Land. Aber bei vielen Unternehmen gehen weniger Aufträge, die Umsätze sinken. Mit Folgen für Tausende Beschäftigte im Land.

Angesichts der wirtschaftlichen Flaute gehen im Südwest-Maschinenbau im laufenden Jahr Tausende Jobs verloren. «Inzwischen hilft den Unternehmen der Abbau der Arbeitszeitenkonten oder das Instrument der Kurzarbeit häufig nicht mehr weiter», sagte der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) im Land, Dietrich Birk. Nun müssten Maßnahmen zur Personaleinsparung durchgeführt werden.

Bis zum Jahreswechsel blieb die Beschäftigtenzahl demnach weitgehend stabil. Zwischen Januar und August sank die Zahl der Beschäftigten dann jedoch um 2,7 Prozent auf gut 286.300 – und damit um fast 7.600 Stellen. «Wir stellen uns darauf ein, dass das bis zum Jahresende eher anhalten wird», sagte Birk. Für das Gesamtjahr rechnete er mit einem Abbau von «weniger als 10.000 Stellen». Die monatlichen Daten stammen vom Statistischen Landesamt und beziehen sich auf Maschinenbau-Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern.

Viele Maschinenbauer gaben sich auch für die nächsten sechs Monate eher pessimistisch: In einer aktuellen VDMA-Konjunkturumfrage gab jedes dritte befragte Unternehmen an, die Stammbelegschaft nicht mehr vollständig halten zu können. Ein Fünftel ging von einer steigenden Stammbelegschaft aus.

 

Branche rechnet erneut mit Umsatz-Minus

Die Maschinenbauer leiden demnach bereits im vierten Jahr unter schwierigen Rahmenbedingungen und großer Unsicherheit im Markt. Hinzu kam nun die US- Zollpolitik. Der VDMA-Landesvorsitzende Mathias Kammüller sagte: «Die Kunden warten weiter ab, insbesondere im Neumaschinengeschäft. Projekte werden immer wieder geschoben». Bei den Unternehmen gehen nach wie vor weniger Aufträge ein, besonders aus dem Ausland.

Auf Basis einer Konjunkturumfrage rechnet der Verband daher damit, dass der Branchenumsatz im Land im zweiten Jahr in Folge sinkt. Man erwartete für 2025 einen Umsatz von rund 80 Milliarden Euro – und damit ein nominales Minus von fünf Prozent, hieß es. Für 2026 rechnete eine Mehrheit der Betriebe aber mit Umsatzplus. Auch Frühindikatoren deuten demnach darauf hin, dass sich der Markt nach dem Jahreswechsel langsam erholen könnte.

 

Schlüsselbranche mit langer Durststrecke

Der exportorientierte Maschinen- und Anlagenbau ist einer der wichtigsten Industriezweige im Südwesten. Zu den bekannteren Unternehmen zählen neben Trumpf Voith, Dürr, Festo und Hermle. Auch der Technologiekonzern Bosch produziert Maschinen. Die Branche ist aber eher mittelständisch geprägt.

 

Weitere Nachrichten

Statistik zu Ostern: So viele Eier legen die Hühner in Baden-Württemberg

Rot, gelb oder grün - bunte Eier gehören zu Ostern. Aber auch im restlichen Jahr ist die Nachfrage nach Eiern hoch. Darauf reagieren die Landwirte im Südwesten - und produzieren so viel wie nie zuvor.

Experte vom Klinikum Karlsruhe erklärt Cyberchondrie: Googeln, bis man zum Arzt muss

Fast jeder hat schon mal im Internet zu Symptomen recherchiert. Doch bei manchen schüren die Ergebnisse Ängste. Was das bedeutet, wer gefährdet ist und was man tun kann.

Vor-Osterüberraschung im Karlsruher Zoo: Was aus diesem grauen Küken einmal werden soll

Vor-Osterüberraschung im Karlsruher Zoo: Dort wächst ein kleiner Zwergflamingo auf. Warum der nicht von Anfang an rosa ist und wie selten solche Zuchterfolge sind.

So wird das Wetter am Osterwochenende in Baden-Württemberg

Von Frühlingsgefühlen bis Schneeresten: Was Ausflügler, Skifans und Osterfeuer-Liebhaber in Baden-Württemberg an den Feiertagen erwartet.

Fünfter Wolf in Baden-Württemberg: Paarbildung im Enztal bestätigt

Nach dem Nachweis einer Wölfin im Südwesten könnte sich erstmals wieder ein Wolfsrudel in Baden-Württemberg bilden. Was Experten zur Entwicklung sagen.

Wirtschaftsflaute bremst Erholung am Südwest-Arbeitsmarkt

Trotz der leicht sinkenden Arbeitslosenzahlen bleibt die Lage in Baden-Württemberg angespannt. Besonders junge Menschen sind zunehmend betroffen, wie aktuelle Daten zeigen.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.