News aus Baden-Württemberg
Wohnungsmarkt: Kommunen locken mit Prämien zum Wohnungstausch

News aus Baden-Württemberg Wohnungsmarkt: Kommunen locken mit Prämien zum Wohnungstausch

Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
dpa

Der Wohnungsbau hinkt der Nachfrage deutlich hinterher. Gerade Familien suchen oft verzweifelt größere Wohnungen. Städte bemühen sich um eine gerechtere Verteilung.

Mehrere Kommunen im Südwesten setzen auf Prämien, um Bürger zum Umzug in eine kleinere Wohnung zu motivieren – und so Wohnraum effizienter zu verteilen. Mannheim mit seinen rund 325.000 Einwohnern will vom kommenden Jahr an bis zu 5.000 Euro bei einem Umzug in eine mindestens ein Zimmer kleinere Wohnung zahlen.

«Wir wollen, dass Familien eine passende Wohnung finden und in Mannheim bleiben können», sagte der für Stadtentwicklung zuständige Bürgermeister Ralf Eisenhauer. Hintergrund ist unter anderem ein steigender Bedarf an größeren Wohnungen für Familien.

In der 50.000-Einwohner-Stadt Lörrach nahe der Grenze zur Schweiz zahlt die städtische Wohnbaugesellschaft bereits seit 1990 eine Prämie für den Umzug in eine kleinere Wohnung – nun 2.500 Euro. In den 1990-er Jahren wurden demnach pro Jahr bis zu 30 Prämien ausgezahlt. Zuletzt seien es jährlich noch maximal fünf gewesen, sagte Geschäftsführer Thomas Nostadt.

Freiburg mit seinen mehr als 230.000 Einwohnern zahlt seit 2021 eine Umzugskostenpauschale von 2.000 Euro – wenn zwei Parteien über die städtische Wohnungstauschbörse ihre Wohnungen tauschen. Dabei muss die Partei, die das Geld bekommt, aus einer Wohnung mit mindestens drei Zimmern in eine kleinere Wohnung umziehen. Diese Prämie wurde nach Angaben der Stadt bisher zwölfmal ausgezahlt.

Die Stadtverwaltung Heidelberg will Ende des Jahres ein Programm im Gemeinderat vorstellen, um den Wohnraum bedarfsgerechter zu verteilen, wie eine Sprecherin sagte. Dabei sollen etwa Umzugswillige aus zu groß gewordenen öffentlich geförderten Wohnungen Geld für den Umzug in eine kleinere Wohnung bekommen.

 

Weitere Nachrichten

Azubis kämpfen laut Umfrage mit Druck und Geldsorgen

Leistungsdruck, Geldsorgen und private Belastungen: Eine DGB-Umfrage zeigt, womit viele Auszubildende in Baden-Württemberg kämpfen.

Karlsruhe mit dabei! Diese drei Städte fahren bei E-Bussen voraus

In vielen Städten dominieren Dieselbusse, doch manche Kommunen gehen einen anderen Weg. Die Spitzenreiter bei einer Auswertung kommen allesamt aus Baden-Württemberg - und haben klare Ziele für 2030.

Ausbildungsfinanzierung: Mehr als 60.000 Bafög-Empfänger – Zahl auf Tiefstand

2025 erhielten so wenige Menschen Bafög wie seit 25 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig soll die monatliche Förderung für Studierende und Schüler ansteigen.

Cold Case: 41 Jahre ungelöst - 70-Jähriger wegen Mordes nun vor Gericht

1985 wird die nackte Leiche einer Frau gefunden. Jetzt muss ein 70-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Was er zu den Vorwürfen sagt.

Wurde er angefahren? Identifikation von totem Wolf am Schluchsee abgeschlossen

Nach dem Fund eines verletzten Wolfsrüden am Schluchsee steht fest: Es handelt sich um das dort ansässige Tier. Was mit ihm passiert ist - und was das für die Wolfspopulation im Südwesten bedeutet.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.