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Zahl der Scheidungen im Land nimmt zu: Neuer Trend bei Jüngeren

News Zahl der Scheidungen im Land nimmt zu: Neuer Trend bei Jüngeren

Quelle: Pixabay
dpa

Was sich liebt, das neckt sich – und häufig trennt es sich auch. Die Zahl der Scheidungen im Land nimmt zu. Aber bei den Jüngeren gibt es einen neuen Trend.

Nach einem jahrelangen Rückgang steigt die Zahl der Scheidungen im Südwesten wieder. Im vergangenen Jahr wurden 16.591 Ehen in Baden-Württemberg geschieden, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Das sind 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor zehn Jahren lag die Zahl noch bei rund 20.000 Scheidungen. Auf eine höhere Scheidungsquote lässt sich daraus nicht schließen. Die Analyse der Statistiker deutet eher darauf hin, dass die Ehen jüngerer Heiratsjahrgänge wieder etwas stabiler geworden sind.

Die durchschnittliche Ehedauer aller im Jahr 2024 geschiedenen Ehen lag bei etwa 16 Jahren. Allerdings gehörten manche Eheleute auch zu den spät Entschlossenen: Zwölf Paare ließen sich 2024 im Jahr der «Goldenen Hochzeit» scheiden, also nach 50 Ehejahren.

Alte Jahrgänge stabil

Der entscheidende Zeitpunkt für den Bruch einer Ehe ist nach wie vor das als «verflixt» geltende siebte Ehejahr. Statistisch am häufigsten wurden 2024 zwar Scheidungen im 8. Ehejahr erfasst, dann im 7., gefolgt vom 9. Ehejahr. Allerdings gilt als Endzeitpunkt das Jahr, in dem das Scheidungsurteil rechtskräftig wird. «Da die Scheidung in den meisten Fällen erst nach einer einjährigen Trennungszeit ausgesprochen wird, sind Ehen faktisch nicht im 8., sondern bereits im 7. Ehejahr am häufigsten zerbrochen», schreiben die Statistiker.

Weitere Erkenntnis der Statistik: Je länger die Hochzeit her ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Liebe hält. Vom Heiratsjahrgang 1960 wurden nur etwa 15 Prozent der Ehen in den ersten 30 Jahren geschieden. Beim Jahrgang 1970 waren es schon 25 Prozent, bei den 1980ern 34 Prozent. Beim Hochzeitsjahrgang 1995 liegt die Scheidungshäufigkeit gar bei knapp 40 Prozent.

Die Statistik deutet allerdings auch darauf hin, dass die in den vergangenen Jahren geschlossenen Ehen wieder etwas stabiler geworden sind. Von den im Jahr 2005 geschlossenen Ehen wurden bislang demnach nur knapp 29 Prozent geschieden – für die Heiratsjahrgänge 1995 und 2000 lag der entsprechende Anteil nach den ersten 19 Ehejahren dagegen bei 31 beziehungsweise 32 Prozent.

 

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