Nachrichten
Zecken überall unterwegs – hier gibt schon die erste FSME-Infektion

Nachrichten Zecken überall unterwegs – hier gibt schon die erste FSME-Infektion

Quelle: Sven Hoppe/dpa
dpa

Nach mildem Winter gibt’s in Baden-Württemberg die erste FSME-Infektion – und Zecken machen keine Winterpause mehr. Warum eine Impfung jetzt besonders wichtig sein kann.

Nach dem milden Winter und dem Start der Zeckensaison in Baden-Württemberg ist der erste von insgesamt wohl mehreren Hundert Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in diesem Jahr registriert worden. Betroffen sei ein Patient im Ostalbkreis, teilte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mit.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) rief erneut zur Schutzimpfung auf. «FSME kann jeden treffen, aber niemand ist schutzlos», sagte er. Die Impfung sei der beste Weg, sich und andere zu schützen. «Wer sich jetzt impfen lässt, kann den vollen Schutz noch vor der Hauptsaison aufbauen», sagte er.

 

Nur jeder und jede Vierte ist geimpft

FSME kann durch Zeckenstiche ausgelöst werden. Bei der Erkrankung können sich Hirnhaut, Gehirn und Rückenmark entzünden. Aber nur rund 17 Prozent der Bevölkerung waren laut Ministerium 2024 vollständig geimpft. Für den vollen Impfschutz sind laut Lucha drei Impfungen notwendig.

Für das vergangene Jahr waren Experten zuletzt von einer rekordverdächtigen Zahl an von Zecken verursachten Hirnhautentzündungen in Deutschland ausgegangen. In Baden-Württemberg wurden laut Ministerium 260 FSME-Erkrankungen gemeldet, das war der vierthöchste Wert seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001. «Die jährlichen Fallzahlen schwanken, zeigen aber insgesamt einen leichten Anstieg», sagte Lucha.

 

Zecken sind pausenlos unterwegs

Zecken sind inzwischen ganzjährig aktiv, sie erobern selbst kühle Berglagen und verbreiten das FSME-Virus in ganz Deutschland. Mit der gestiegenen Verbreitung und Aktivität der Zecken nimmt auch die Zahl der Menschen zu, die an der von Zecken übertragene FSME erkranken, sagt die Leiterin des Fachgebiets Parasitologie an der Universität Hohenheim in Stuttgart, Ute Mackenstedt. Ursache für die steigenden Zahlen ist aus Sicht der Experten vor allem der Klimawandel.

 

Weitere Nachrichten

Auf regennasser Straße: Zwei Tote bei frontalem Zusammenstoß in Bruchsal

Aquaplaning im prasselnden Regen: Nach einem Unfall mit zwei Toten sind Feuerwehr, Rettungsdienst und ein Hubschrauber im Einsatz. Was bislang bekannt ist.

Starke Gewitter – Experte: "Es müssen alle damit rechnen"

Der Wetterumschwung in Baden-Württemberg ist deutlich: Wer heute draußen unterwegs ist, muss mit heftigem Regen, Hagel und Sturmböen rechnen.

Schwarzenbach-Talsperre: So viele Fische wurden umgesetzt

Der Stausee ist leergefischt. Was mit den Tieren passiert ist und wie die Sanierung der Anlage vorangeht.

So günstig sind regionale Erdbeeren derzeit zu kaufen

Die Saison ist angelaufen, mittlerweile wird in allen Anbauregionen im Land geerntet. Das wirkt sich auf die Preise aus - sie haben nun den Tiefststand der Saison erreicht. Was das genau bedeutet.

Naturschutz: Maifischlarven starten ihre große Reise im Rhein

Der Maifisch war aus Westeuropa nahezu verschwunden. Seit einigen Jahren kehrt die Art langsam in den Rhein zurück - unterstützt vom Menschen. Welche Rolle dabei gezüchtete Larven spielen.

Schwache Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt im Südwesten

Trotz leichter Frühjahrsbelebung bleibt der Arbeitsmarkt im Südwesten unter Druck: Unternehmen zögern mit Neueinstellungen, und die Zahl der Arbeitslosen liegt weiter über dem Vorjahr.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.