News aus Baden-Württemberg
Absagen ehrenamtlicher Zensus-Helfer: „Auf Sie kommt es an“

News aus Baden-Württemberg Absagen ehrenamtlicher Zensus-Helfer: „Auf Sie kommt es an“

Quelle: Daniel Karmann
dpa

Familienstand, Schulabschluss, Miete: Zigtausende sollen ab nächster Woche zu ihrem Leben befragt werden. Doch kurz vor dem Start des Zensus gibt es Schwierigkeiten.

Absagen von Interviewern für die am kommenden Montag beginnende Volkszählung bereiten den Kommunen Kopfzerbrechen. «Die Erhebungsbeauftragten haben beim Zensus eine Schlüsselrolle – auf Sie kommt es an», appellierte Städtetagsdezernent Norbert Brugger an die ehrenamtlichen Volkszähler. Manch einer fühle sich überfordert, wenn der Start der Befragung kurz bevorstehe. Die Suche nach Freiwilligen hatte sich insbesondere in ländlichen Gebieten bereits am Anfang wegen der Pandemie als schwierig erwiesen.

Brugger verwies auf die Möglichkeit einer Abordnung kommunaler Mitarbeiter für den Zensus. Überdies könnten die Kommunen als Anreiz für ihre Beschäftigten die Schulung während der Dienstzeit und einen zusätzlichen freien Tag anbieten.

Von Montag an sollen zwischen Main und Bodensee 12.000 Erhebungsbeauftragte ausschwärmen und Daten zu Wohnung, Beruf, Bildung und Energieverbrauch von 1,7 Millionen Menschen im Land sammeln. Ziel ist, eine gute Grundlage für die Entscheidungen in den Gemeinden zu schaffen, betreffend Schulen, Kitas oder Nahverkehr. Der Zeitaufwand liegt laut Experten zwischen 50 und 60 Stunden; die Entschädigung beträgt im Schnitt 700 Euro steuerfrei.

 

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