Nachrichten
Angler posten verbotene Videos: Verband zeigt wenig Mitleid

Nachrichten Angler posten verbotene Videos: Verband zeigt wenig Mitleid

Quelle: Jens Büttner/dpa
dpa

Wer Fische nur zum Spaß fängt und wieder freilässt, riskiert in Deutschland eine Strafe. Angler teilen trotzdem Bilder und Videos davon. Was der Anglerverband dazu sagt.

Angel-Fans drohen dafür hohe Geldstrafen: Wer einen Fisch zum Spaß aus dem Wasser zieht, ihn vor der Kamera präsentiert und dann wieder ins Wasser entlässt, der begeht in Deutschland eine Straftat. Catch and Release nennt man das Vorgehen. Viele Angler machen es trotzdem und posten die Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken. Das Mitleid bei einer Anzeige hält sich beim Deutschen Angelfischerverband in Grenzen.

«Das verstößt eindeutig gegen das Gesetz und wird oft auch angezeigt», sagte Verbandssprecher Olaf Lindner in Berlin. Probleme gebe es dann, wenn man ohne jegliche Verwertungsabsicht, also nur zum Spaß und nicht für den Eigenbedarf, Fische fange.

Doch nicht alle Anzeigen seien gerechtfertigt. In Ausnahmefällen dürften Angler Fische zurücksetzen. Wenn der Fisch etwa zu klein oder in der Schonzeit gefangen worden sei, sei der Angler sogar verpflichtet, den Fisch unmittelbar und schonend zurückzusetzen. «Damit würde der Angler auch vor Gericht durchkommen.»

 

Der Spaß-Faktor und die 16 Fischereigesetze

Oft herrsche Unsicherheit darüber, was wirklich verboten sei und was nicht. «Wir haben in Deutschland 16 Fischereigesetze und somit 16 verschiedene Regelungen zu dem Thema», so der Sprecher weiter. Weniger Wildwuchs wäre aus Sicht des Verbands besser. «Zurücksetzen darf man den Fisch zum Beispiel je nach Landesgesetz auch, wenn man ihn nicht richtig verwerten kann oder der Fisch aus Sicht des Anglers eine bedeutende Rolle für die Arterhaltung spielt.»

Nicht alle seien mit der aktuellen Regelung einverstanden. Bei den Anglern gebe es zwei Strömungen. Die einen fordern demnach, Catch and Release uneingeschränkt zu ermöglichen, und nur zum Spaß zu angeln. Für die anderen wiege das Tierwohl schwerer. Letzteres entspreche in der Gesellschaft der Mehrheitsmeinung.

 

Weiltere Nachrichten

DFB-Fan rechnet vor: Das kostet mich die WM bis zum Finale

Tickets, Flüge, Unterkünfte, Mietwagen, Verpflegung - für WM-Besucher können sich die Ausgaben schnell summieren. Ein deutscher Fan berichtet, was er sich seinen großen Nordamerika-Trip kosten lässt.

Viel später, viel teurer: Das Debakel um Stuttgart 21

Seit Jahren klafft in der Stuttgarter Innenstadt die riesige Baustelle des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs. Warum dort noch fünf Jahre gebaut wird - und wer die Kosten dafür trägt.

Mit 40,6 Grad: Temperaturrekord in Baden-Württemberg geknackt

Baden-Württemberg schwitzt - und der Deutsche Wetterdienst meldet den nächsten Temperaturrekord. So heiß war es im Südwesten noch nie. Welche Faktoren die Extremwerte beeinflussen.

Steuererklärung per "One Click" geht am 1. Juli an den Start

Die lästige Steuererklärung mit nur einem Klick direkt auf dem Smartphone erledigen: Das war für viele bisher eine Wunschvorstellung. Jetzt wird sie Realität, aber nicht für jeden.

Katzenbaby in Plastiktüte – Polizei stoppt Frau am Bahnhof in Mannheim

Mitten in der Hitzewelle will eine Frau mit einem Kätzchen per Bahn nach Berlin fahren. Das Tier hat sie dafür in einer Plastiktüte untergebracht. Das hat Folgen.

Blutvorräte schrumpfen wegen Hitze - Appell zum Spenden

Bei der Hitze geht so mancher vielleicht lieber ins Freibad als zur Blutspende. Deshalb schlägt nun der Blutspendedienst Alarm und appelliert an die Menschen, weiterhin spenden zu gehen.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.