News aus der Fächerstadt
Areal der Alten Tabakfabrik: Planungswerkstatt ermöglicht „Blick in die Zukunft“

News aus der Fächerstadt Areal der Alten Tabakfabrik: Planungswerkstatt ermöglicht „Blick in die Zukunft“

Quelle: Melanie Hofheinz

Was wird aus dem Areal der Alten Tabakfabrik (ROTAG) in Grünwinkel? Nachdem in einer Leitbildwerkstatt im Mai 2022 erste Ideen gesammelt wurden, folgte nun eine Planungswerkstatt, in dieser die städtebaulichen Rahmenbedingungen erarbeitet wurden.

Alte Tabakfabrik ist im „Dornröschenschlaf“

Von einem „Blick in die Zukunft“ sprach Karlsruhes Baubürgermeister Daniel Fluhrer, als am Montag, 23. Januar 2023, die Ergebnisse der Planungswerkstatt für das Areal der Alten Tabakfabrik (ROTAG) vorgestellt wurden. Aktuell befindet sich das Areal, welche die Stadt (Karlsruher Fächer GmbH) erworben hat, noch in einer Art „Dornröschenschlaf“. Doch künftig soll sich hier ein Gewerbegebiet entwickeln.

Zwei Tage lang, (19. und 20. Januar 2023), haben mehrere Experten in einer Planungswerkstatt mögliche städtebaulichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Areals erarbeitet.

 

Das Modell liefert einen Einblick, wie sich das Areal der Alten Tabakfabrik entwickeln könnte. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Ziel war die Konzeption eines Strukturplans

Ziel der Planungswerkstatt war die Konzeption eines Strukturplans, der Grundaussagen zur weiteren räumlichen Entwicklung des Areals trifft.

Darunter fällt auch die Diskussion um den künftigen Umgang mit dem Gebäudebestand, welcher in Teilen unter Denkmalschutz steht, und denkbaren baulichen Erweiterungen. Ebenso stand die künftige Nutzung der Frei- und Grünflächen sowie die Definition eines sinnvollen Wegkonzeptes auf dem Plan.

 

Zeichnungen aus der Planungswerkstatt. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Einige Ergebnisse der Planungswerkstadt

Um eine bessere Eingangssituation für das Areal zu schaffen, könne man den Bereich unter der Brücke attraktiver gestalten, beispielsweise mit einer Gastronomie, erläutert Prof. Dr. Martina Baum (Universität Stuttgart, Leitung Städtebau-Institut) die Ergebnisse der Planungswerkstatt.

Da die Bestandsgebäude aneinander gebaut sind (der Tabak durfte nie nass werden) kann es künftig zu Problemen mit dem Brandschutz und Lkw-Anlieferungen kommen. „Hier könnte man Gassenräume zwischen den Gebäuden zur Durchwegung schaffen“, erklärt Baum.

 

Blick in die leere Sheddachhalle | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Sheddachhalle & Stahlbauhalle im Fokus

Die große Sheddachhalle soll auch künftig in seiner Großzügigkeit erlebbar sein. „Die Halle eignet sich hervorragend für Veranstaltungen oder als Ausstellungsmöglichkeit. Hier wäre auch eine temporäre Nutzung möglich“, so Baum.

Im hinteren Teil des Areals befindet sich derzeit eine Stahlbauhalle. „Diese könnte in der ersten Phase als Einstellhalle für Fahrzeuge genutzt werden. Im späteren Prozess kann die Halle zurückgebaut, und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden“, erläutert Martina Baum weiter.

 

Die 1910 erbaute Direktorenvilla auf dem ROTAG-Areal. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Nächste Schritte: So geht es jetzt weiter

Weder eine Kostenschätzung noch einen Zeitplan gibt es aktuell für das Projekt. Als weitere Schritte werden die Bestandssicherung der Gebäude und ein Verkehrskonzept genannt. Zudem solle geprüft werden, ob ein Anbau am Hochgebäude möglich sei und – falls ja – wie das Gebäude künftig genutzt werden könne.

Die Direktorenvilla auf dem ROTAG-Areal soll „recht zeitnah“ in eine „Art Gastronomie“ umgewandelt werden. Die Verantwortlichen konnten aber noch nicht sagen, welches Konzept hier umgesetzt werden soll. Möglicherweise wolle man dem Wunsch aus der Bevölkerung nachkommen und eine Kantine verwirklichen.

Bereits im Sommer 2023 wolle man das Areal außerdem für eine „kulturelle Bespielung“ freigeben – ob dies möglich sei, werde nun geprüft.

 

Fotogalerie | Bilder vom Areal der Alten Tabakfabrik

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