Corona in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg kündigt härtere Corona-Auflagen an

Corona in Baden-Württemberg Baden-Württemberg kündigt härtere Corona-Auflagen an

Quelle: Marijan Murat

Die Zeit der Öffnungen scheint erstmal wieder vorbei. Die Corona-Mutante macht die Fortschritte nach und nach zunichte. Und das Impfen geht nicht schnell genug voran. Ministerpräsident Kretschmann zieht schon an der «Notbremse».

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat wegen der steigenden Infektionszahlen eine Verschärfung der Corona-Auflagen angekündigt. «Damit muss man rechnen, dass Dinge zurückgenommen und verschärft werden», sagte der Grünen-Politiker am Freitag in Stuttgart. Angesichts vieler Ansteckungen in Kitas und Schulen könne es zudem sein, «dass wir da auch was ändern müssen», erklärte Kretschmann vor dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Politik am kommenden Montag.

Der Regierungschef geht auch davon aus, dass es nicht dabei bleiben werde, dass Stadt- und Landkreise selbstständig über Öffnungen je nach Inzidenzen entscheiden können. Zudem müssten die Einwohner von Hotspot-Regionen mit harten Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen rechnen. Es hänge jetzt viel davon ab, wie schnell man mehr impfen und deutlich mehr testen könne, «um risikoärmer öffnen» zu können.

Schon am Donnerstag hatte die Landesregierung mitgeteilt, dass es vorerst keine weiteren Lockerungen geben wird. Der für frühestens ab dem 22. März geplante Öffnungsschritt wurde zurückgestellt. Es waren ursprünglich weitere Öffnungen für Kreise mit einer Inzidenz unter 50 oder zwischen 50 und 100 vorgesehen. Auch bei den Schulen wurde bereits nachgebessert. In Grundschulen gilt Maskenpflicht, und in den fünften und sechsten Klassen kann nach der Rückkehr in die Schulgebäude am vergangenen Montag nun auch Wechselunterricht angeboten werden.

Kretschmann ließ sich am Freitag als erster deutscher Regierungschef gegen das Coronavirus impfen. Der 72-Jährige ließ sich in einem Impfzentrum in Stuttgart den gerade wieder zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca spritzen. Allerdings ließ er seiner Frau Gerlinde den Vortritt. Mit seinen 72 Jahren ist Kretschmann impfberechtigt.

Der grüne Regierungschef wollte seine Impfung auch als Werbung verstanden wissen: «Das Zeichen soll sein: Haben Sie Vertrauen, lassen Sie sich impfen.» Astrazeneca sei ein sicherer und wirksamer Impfstoff, das habe die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) nach dem zwischenzeitlichen Stopp bestätigt.

 

Mehr zum Thema

Weniger als 100 Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg

Erstmals seit Wochen hat die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg die 100er-Marke unterschritten.

Diskussion über Maskenpflicht: Regierung plant Lockerungen

Gerade bei höheren Temperaturen nervt viele die Mund-Nasen-Maske. Mit sinkenden Infektionszahlen werden die Rufe nach einer Aufhebung der Maskenpflicht lauter.

Impfzentren und Apotheken stellen Corona-Impfnachweise aus

In Baden-Württemberg sind seit diesem Montag Corona-Impfnachweise erhältlich.

Corona-Lage verbessert sich weiter: Inzidenz bei 23,9

Das Corona-Infektionsgeschehen hat sich im Südwesten weiter entspannt. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sank am Sonntag in Baden-Württemberg.

Rund 20 Millionen Masken beim Land nicht nutzbar

Fast 20 Millionen Masken in den Beständen des Landes Baden-Württemberg sind einem Zeitungsbericht zufolge derzeit nicht nutzbar, weil sie nicht ganz den Normen entsprechen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.