Corona in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg plant Rückgabe ungenutzter Impfdosen

Corona in Baden-Württemberg Baden-Württemberg plant Rückgabe ungenutzter Impfdosen

Quelle: Nicolas Armer

Noch vor einigen Wochen war Impfstoff ein äußerst knappes Gut. Mittlerweile hat die Nachfrage nachgelassen. Baden-Württemberg plant 450.000 Impfdosen Astrazeneca an den Bund zurückzugeben.

Die baden-württembergische Landesregierung plant Restbestände des Astrazeneca-Impfstoffes an den Bund abzugeben. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mitteilte, geht es dabei um 450.000 Dosen des Impfstoffs. Weitere 4000 Dosen Astrazeneca sollen entsorgt werden, weil sie Ende Juli ablaufen. Wie es aus dem Gesundheitsministerium dazu weiterhin hieß, steht das Land grundsätzlich in engem Austausch mit den Impfzentren des Landes, um zu vermeiden, dass der vorhandene Stoff verfällt.

Bislang habe das Land noch keinen Impfstoff abgegeben, teilte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Entscheidung nun hänge mit der deutlich gesunkenen Nachfrage zusammen. Diese Entwicklung sei zunächst beim Impfstoff von Astrazeneca festgestellt worden. Neben diesem Impfstoff könnten dem Ministeriumssprecher zufolge in den kommenden Monaten weitere Dosen an den Bund zurückgegeben werden, die womöglich von anderen Herstellern stammen. Konkrete Angaben konnte der Sprecher zunächst noch nicht machen. Entsprechende Prüfungen seien noch nicht abgeschlossen.

Bei der Gesundheitsministerkonferenz Mitte Juli sei beschlossen worden, dass der Verwurf von Impfstoffen auf ein Minimum begrenzt werden muss. Bund und Länder würden miteinander beraten, wie mit Impfstoffen, die bereits an Impfzentren und Arztpraxen ausgeliefert wurden, vor dem Hintergrund pharmazeutisch-technologischer und rechtlicher Fragestellungen umgegangen werden kann. «Grundsätzlich sind Abgaben von Impfstoffen an Drittstaaten ausschließlich durch die Bundesregierung möglich», hieß es.

Das Gesundheitsministerium in Stuttgart hat in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, alle zugelassenen Impfstoffe seien hochwirksam und sicher. Das heterologe Impfschema mit einer Erstimpfung von Astrazeneca und einer Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff biete derzeit den besten verfügbaren Schutz gegen die Deltavariante.

 

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