News aus Baden-Württemberg
Beim Eisschwimmen niemals unter Eis tauchen

News aus Baden-Württemberg Beim Eisschwimmen niemals unter Eis tauchen

Quelle: Pixabay
dpa

Pandemiezeiten sind langweilig, Aktivitäten im Freien die beste Lösung. So mancher geht deshalb in diesem Winter zum ersten Mal draußen baden. Dabei gibt es ein absolutes No-Go zu beachten.

So gerne Eisschwimmer sich in klirrend kalte Fluten stürzen – vor eisbedeckten Gewässern haben sie einen Heidenrespekt. «Wenn einer unter die Eisdecke kommt – der ist weg», schildert Oliver Halder vom Deutschen Eisschwimmverein Keep Frozen. Aus Spaß und Übermut bewusst unter das Eis zu tauchen, wie es in manchen Social-Media-Beiträgen zu sehen ist, hält Heider für unverantwortlich. «Man realisiert nicht mehr, wo man ist. Und wenn das Loch nur einen Meter weg ist – man erreicht es nicht.»

Grausam sei dies auch für die Helfer des Betroffenen, erzählt Heider im baden-württembergischen Winnenden. «Man sieht von oben, wie der unten in Panik ist, und man kann gar nichts tun, der ist verloren.» Für das sportlich ambitionierte Eisschwimmen gibt es daher klare Regeln: «Deshalb gibt es bei den Wettkämpfen keine Startsprünge, es gibt auch keine Rollwenden, und der Kopf muss immer über Wasser bleiben.»

Zumal schon das Eintauchen in eiskalte Gewässer zu körperlichen Reaktionen führt, die im Extremfall bis hin zu einem lebensgefährlichen Kälteschock reichen. Der oberbayerische Eisschwimmverein Serwus Burghausen platziert bei Wettkämpfen deshalb sogar Taucher neben den 25-Meter-Bahnen im winterlichen Wöhrsee. «Man wird sich nie im Eiswasser wohlfühlen. Das ist eiskalt, das ist lebensgefährlich», betont Trainer Stefan Hetzer.

Das gelte selbst für seine Leistungsträger, die am Wochenende in Polen bei der Weltmeisterschaft an den Start gehen. «Ich habe bei jedem Training Schiss», gibt Hetzer zu. «Das ist eine riesen Verantwortung, die ist enorm groß.»

 

Weitere Nachrichten

Pandemie-Folgen: Tausende Teenager mit Angst und Panik

Tausende Teenagerinnen in Baden-Württemberg wachen nachts schweißgebadet auf, weil Panikattacken sie quälen. Denn die Pandemie hat Folgen – besonders bei jungen Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren.

Autos auf Fußballplatz "Drifter" ruinieren Sportplätze - Vereine sind frustriert

Tiefe Furchen, teure Schäden: Mehrere Sportplätze sind nach Auto-Stunts von Unbekannten kaum noch zu bespielen. Vereine bangen um ihren Saisonstart – und die Kommunen fürchten hohe Reparaturkosten.

Tourismus im Land: So viele Menschen planen 2026 eine Urlaubsreise

Die Wirtschaft in Deutschland strauchelt, viele Jobs stehen auf dem Spiel. Die Reiselust in Deutschland ist dennoch ungebrochen. Ein großer Teil der Menschen will 2026 in den Urlaub fahren.

Diese Acts wollen für Deutschland beim ESC antreten

Von Balladen bis Italo-Pop: Im deutschen ESC-Finale treten Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland an. Wer schafft den Sprung nach Wien?

EnBW setzt Windpark-Projekt in Irischer See nicht fort

Zu unberechenbar die Risiken und keine staatliche Förderung durch Großbritannien. Die EnBW kehrt einem Windpark-Großprojekt in der Irischen See den Rücken.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.