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Bilanz: Wo es 2025 im Südwesten besonders häufig geblitzt hat

News Bilanz: Wo es 2025 im Südwesten besonders häufig geblitzt hat

Quelle: Christoph Schmidt/dpa
dpa

Der eine findet sie faszinierend, der andere beängstigend: Wie oft Blitze im Südwesten einschlagen, unterscheidet sich je nach Region teils deutlich.

Der Landkreis Sigmaringen war im vergangenen Jahr die Blitzhochburg in Baden-Württemberg. In keinem anderen Landkreis im Südwesten schlugen im Verhältnis zur Fläche so viele Blitze ein: 0,77 Blitze pro Quadratkilometer erfasste der Blitz-Informationsdienst Aldis/Blids dort im vergangenen Jahr.

Auch die Kreise mit ähnlich vielen Blitzeinschlägen lagen demnach im vergangenen Jahr im Osten und Südosten Baden-Württembergs. Im Alb-Donau-Kreis sowie im Stadtkreis Ulm wurden 0,74 Blitze pro Quadratkilometer erfasst, im Kreis Ravensburg 0,6.

Am wenigsten Blitze im Verhältnis zur Fläche schlugen demnach im Landkreis Tübingen ein. Dort waren es laut Aldis/Blids nur 0,22 Blitze pro Quadratkilometer. Die Landeshauptstadt Stuttgart liegt mit 0,28 Blitzen pro Quadratkilometer ebenfalls eher im hinteren Bereich des Rankings.

 

Wo sich Deutschlands Blitzhauptstadt befindet

Deutschlandweit war 2025 in Kaufbeuren im bayerischen Allgäu mit 1,23 Blitzen pro Quadratkilometer die höchste Blitzdichte gemessen worden. Im norddeutschen Kiel (Schleswig-Holstein) war die Blitzdichte mit 0,05 am niedrigsten.

Insgesamt hat es in Deutschland 2025 ungewöhnlich selten geblitzt. 99.930 Erdblitze zählte der Informationsdienst Aldis/Blids im Jahresverlauf. Das waren nicht einmal halb so viele wie im Vorjahr, als das Sensornetzwerk der in Österreich ansässigen Experten 209.619 Einschläge registrierte.

 

Wie zählt man die Blitzdichte?

Wie häufig Blitze entstehen, hängt stark vom Wetter ab. Wärme und Feuchtigkeit machen sie wahrscheinlicher, weswegen sie vor allem im Sommer auftreten, in besonders trockenen Jahren aber tendenziell seltener sind.

Die von Aldis/Blids erhobenen Zahlen unterscheiden sich von anderen Blitzstatistiken, die daher teilweise zu deutlich anderen Ergebnissen kommen. In der hier genannten Statistik zählen nur Erdblitze – also Einschläge und keine Entladungen in den Wolken – und jeder Blitz nur einmal.

 

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