Kirche in Baden-Württemberg
Bischöfe in Baden-Württemberg rufen zu Barmherzigkeit auf

Kirche in Baden-Württemberg Bischöfe in Baden-Württemberg rufen zu Barmherzigkeit auf

Quelle: Sebastian Gollnow
dpa

Die evangelischen Landesbischöfe aus Baden und Württemberg haben für das neue Jahr zu Barmherzigkeit aufgerufen. Anlass ist die biblische Jahreslosung für 2021: «Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist» (Lukas 6,36).

«Barmherzigkeit geschieht im Hier und Jetzt», sagt der württembergische Landesbischof Frank Otfried July in einer Neujahrsandacht, die ab dem 1. Januar unter anderem auf der Homepage der Landeskirche abrufbar ist. Das heiße zum Beispiel, «sich selber anhalten lassen in den eigenen Plänen, sich ein Herz fassen, für andere ein Mitmensch sein». Barmherzigkeit solle eine Überschrift sein, «die alles, was wir tun, verbindet», sagt July in dem rund 15 Minuten langen Video. «Die gute Botschaft für dieses neue Jahr ist: Jeder kann mit der Barmherzigkeit anfangen, hier und jetzt.»

Sein badischer Kollege Jochen Cornelius-Bundschuh sagte einer Mitteilung vom Dienstag zufolge, Leben gelinge dann, «wenn Menschen sich getragen wissen und einander beschenken, ohne danach zu fragen, was sie dafür bekommen». Gottes Barmherzigkeit mache Mut, sich «nicht abzuschotten, sondern auf andere zuzugehen und in Konflikten nach Wegen zu suchen, die uns gemeinsam in die Zukunft führen». Für die Politik heiße das etwa, «nachhaltige Lösungen zu suchen und sich für soziale und ökologische Gerechtigkeit und für Menschenrechte einzusetzen». Ein Video mit der Botschaft soll an diesem Mittwoch auf der Internetseite der badischen Landeskirche veröffentlicht werden.

Die evangelische Landeskirche in Württemberg hatte Ende 2019 rund 1,96 Millionen Mitglieder (2018: 1,99 Millionen). In Baden lebten rund 1,12 Millionen Protestanten (2018: 1,14 Millionen). Die Zahl der Katholiken im gesamten Südwesten ist mit 3,58 Millionen (2018: 3,64 Millionen) um rund eine halbe Million höher. Neujahrsbotschaften der katholischen Bischöfe Gebhard Fürst aus Rottenburg-Stuttgart und Stefan Burger aus Freiburg lagen zunächst nicht vor.

 

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