Corona in der Fächerstadt
Stadt Karlsruhe informiert: Täglich mehr Impfungen erwartet

Corona in der Fächerstadt Stadt Karlsruhe informiert: Täglich mehr Impfungen erwartet

Quelle: Melanie Hofheinz

Nach dem Start des Impfzentrums in der Messe Karlsruhe möchten viele Impfwillige aus der erstpriorisierten Gruppe einen Termin vereinbaren. Bürgermeisterin Bettina Lisbach, bittet um Geduld und Verständnis dafür, dass nicht alle auf einmal drankommen können.

Nicht alle auf einmal: Bitte um Geduld & Verständnis

Nach der Eröffnung des Zentralen Impfzentrums (ZIZ) in der Messe Karlsruhe möchten viele Karlsruher aus der erstpriorisierten Gruppe gemäß § 2 der Coronavirus-Impfverordnung einen Termin vereinbaren.

Karlsruhes Bürgermeisterin Bettina Lisbach, zuständig für das Thema Corona-Schutzimpfung, bittet die Bevölkerung um Geduld und Verständnis dafür, dass nicht alle Impfwilligen auf einmal drankommen können. Termine würden immer nur in dem Umfang freigeschaltet, in dem Impfstoff zur Verfügung stehe, wodurch der Versuch einer Terminvereinbarung unter Umständen nicht beim ersten Mal gelinge, erklärt die Stadt Karlsruhe in einer Pressemitteilung.

 

Corona-Impfdosen sollen weiter gesteigert werden

Der am Dienstag, 29. Dezember 2020, gestartete Regelbetrieb orientiert sich in erster Linie an vorhandenem Impfstoff, dessen Beschaffung beim Bund lag. Dieser hat Verträge mit den Herstellern geschlossen in Absprache mit der EU. Nun werden die Lieferungen nach der Einwohnerzahl an die Bundesländer verteilt. Baden-Württemberg hat aktuell ebenso einen Mangel an Impfstoff wie andere Bundesländer, so die Stadt weiter.

Aus diesem Grund wurde der Regelbetrieb im ZIZ Karlsruhe mit etwa 100 verimpften Dosen am ersten Tag gestartet. In den nächsten Tagen rechnen die Verantwortlichen mit einer Steigerung auf 500 pro Tag. Hinzu kommen rund 250 Impfungen am Tag, die durch Mobile Impfteams in Pflegeeinrichtungen durchgeführt wurden. Weitere Kapazitäten sollen zudem entstehen, wenn Mitte Januar 2021 die Kommunalen Impfzentren (KIZ) eröffnen. In Karlsruhe wird demnächst die Infrastruktur für ein KIZ in der Schwarzwaldhalle bereitgestellt, kündigt die Stadtverwaltung an.

 

Alten- & Pflegeeinrichtungen: Mobile Impfteams

Die Mobilen Impfteams (MIT) können immer konsequenter Alten- und Pflegeeinrichtungen im gesamten südlichen Regierungsbezirk anfahren und die impfwilligen Bewohner mit der Impfdosis versorgen. Waren es zu Beginn noch zwei MITs, sind ab morgen schon drei und ab nächster Woche dann fünf Teams unterwegs, so die Stadt. Die Terminvereinbarung läuft hierbei über die jeweiligen Heimleitungen, welche dafür wiederum Kontakt mit dem Führungsstab der Stadt Karlsruhe aufnehmen, der zentral alle Termine und Routen der MITs koordiniert.

Um von einem MIT angefahren zu werden, müssen die Alten- und Pflegeeinrichtungen sogenannte „Impfbereitschaft“ herstellen. Das bedeutet, dass vor Ort alle organisatorischen Voraussetzungen für eine reibungslose Impfdurchführung erfüllt und natürlich die zu impfenden Personen ermittelt und für eine Dokumentation erfasst sein müssen.

 

„Impfbereitschaft“ muss vorab hergestellt werden

Zur Vereinfachung der Arbeitsabläufe sollen die Impfwilligen in das Impfmanagement-System des Sozialministeriums Baden-Württemberg (www.impfen-bw.de) eingepflegt wurden. Die notwendigen Informationsmaterialien wurden den Einrichtungen bereits im Vorfeld zugesandt, erklärt die Stadt.

Wenn „Impfbereitschaft“ hergestellt wurde und sich die Einrichtungen beim Führungsstab gemeldet haben, werden die Termine in der Regel nach Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Aber auch organisatorische Abläufe wie Routenplanungen spielen eine Rolle. Ansonsten ist der Standort des Heimes unerheblich. Bereits stattgefunden haben oder in Planung sind etwa Besuche in Freudenstadt, Rheinstetten, Knittlingen und in unterschiedlichen Karlsruher Stadtteilen. Die derzeitige Planung steht bis zum 04. Januar 2021.

 

Erwartete Lieferungen: 3 bis 4 Millionen Impfdosen

Bis Ende Januar 2021 werden, so die Mitteilung der Stadt Karlsruhe, deutschlandweit drei bis vier Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Die Lieferungen werden nach ihrem Bevölkerungsanteil an die Bundesländer verteilt. Für das gesamte erste Quartal 2021 wird mit 11 bis 13 Millionen Impfdosen gerechnet. Wenn alle Impfstoff-Kandidaten zugelassen werden sollten, erhält Deutschland voraussichtlich insgesamt 300 Millionen Dosen, heißt es.

Ab Ende Dezember 2020 sollen zunächst 87.750 Dosen des Corona-Impfstoffs pro Woche in den Südwesten geliefert werden. Die Liefermenge richtet sich dabei nach der Zahl der Einwohner des Bundeslandes. Am ersten Wochenende traf eine erste Tranche von 9.750 Dosen in Baden-Württemberg ein. Am 30. Dezember 2020 sollen weitere 87.750 folgen – diese Menge soll dann jede Woche bis auf Weiteres nach Baden-Württemberg geliefert werden, informiert die Stadt Karlsruhe.

 

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