Nachrichten
„Brauchen Sie mehr denn je“ – Karlsruher Uni KIT wird 200

Nachrichten „Brauchen Sie mehr denn je“ – Karlsruher Uni KIT wird 200

Quelle: picture alliance / Uli Deck/dpa
dpa

Als Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft ist das KIT einzigartig. Zur Geburtstagsfeier kommen viele mit Rang und Namen. Ein wichtiges Thema steht im Fokus.

Anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat Bundesforschungsminister Cem Özdemir die Exzellenzuniversität als Ort gelobt, an dem Zukunft gestaltet werde. Gerade mit Blick auf die weltpolitische Lage betonte der Grünen-Politiker: «Wir brauchen Sie mehr denn je.» Ziel müsse es sein, Schlüsseltechnologien zu beherrschen – sonst beherrschten sie uns.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) betonte die Kreativität, Neues zu denken und zu entwickeln. Bei all den dystopischen Nachrichten dieser Tage schaffe diese Zuversicht.

Demokratische Werte und Wissenschaftsfreiheit

Während vor der Tür wenige Tage vor der Bundestagswahl Menschen gegen die AfD demonstrierten, machte sich in der Halle Landeswissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) für die Wissenschaftsfreiheit als «absolute Autonomie der Wissenschaft» stark. Seit 1945 sei es zu keiner Zeit so wichtig gewesen wie jetzt, sich für die Freiheit der Wissenschaft einzusetzen.

KIT-Präsident Jan S. Hesthaven, seit Oktober im Amt, nannte als größte Herausforderung die Geschwindigkeit, in der Lösungen gefunden werden müssten – ohne dass die Gesellschaft gespalten werde. Wichtig sei es, an demokratischen Werten wie Vielfalt, Offenheit und Respekt festzuhalten.

Mehr Start-ups nötig

Als «Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft» beschäftigt das KIT rund 10.000 Menschen. 22.800 Studierende lernen in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften.

Wichtig sei der Austausch mit anderen wissenschaftlichen Institutionen, sagte der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Otmar Wiestler. Gerade der europäische Wissenschaftsraum müsse gepflegt, aber auch die Verbindung etwa nach China aufrechterhalten werden.

Zudem müsse das Wissen in Deutschland verwertet werden, sagte Wiestler. Daher sollten gerade junge Menschen stärker motiviert werden zu gründen. Hierfür sei Förderung vom Staat und privaten Geldgebern nötig.

 

Weitere Nachrichten

Einsatzbilanz Feuerwehr im Dauereinsatz – Warum es mehr Fehlalarme gibt

Feuerwehren in Baden-Württemberg rücken so oft aus wie nie zuvor. Und in etlichen Fällen müssen sie die Schläuche gar nicht erst ausrollen. Wieso das?

Open-Air-Saison startet: Für diese Festivals gibt es noch Karten

Billy Talent, Ayliva oder David Guetta live erleben? Für einige der größten Festivals in Baden-Württemberg gibt es noch Tickets.

Freibadsaison startet - Wo im Südwesten die Preise steigen

In mehreren Städten im Südwesten müssen Freibadbesucher tiefer in die Tasche greifen. Welche Gründe nennen die Betreiber für die steigenden Preise? Und wo bleiben sie konstant?

Hier öffnen wieder die Berghütten zur Sommersaison

Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb öffnen beliebte Berghütten wieder für die Sommersaison. Wo Wanderer jetzt einkehren und die Aussicht genießen können.

Warum Müllkippen tödliche Fallen für Störche sein können

Störche picken auf Müllkippen nach Nahrung – doch Plastik und Gummiringe können zum tödlichen Fast Food werden. Was Tierschützer in Nestern finden, schockiert selbst Experten.

Waldbrandgefahr – wo es am Wochenende brenzlig werden kann

Sonne und Trockenheit erhöhen am langen Wochenende die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg. Warum Vorsicht beim Ausflug und Grillen jetzt besonders wichtig ist.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.