News aus Baden-Württemberg
Bürokratieabbau: Landesbehörden können bald einfacher Aufträge vergeben

News aus Baden-Württemberg Bürokratieabbau: Landesbehörden können bald einfacher Aufträge vergeben

Quelle: Marijan Murat/dpa/Archivbild
dpa

Aufträge ab einer bestimmten Höhe von Landesbehörden müssen ausgeschrieben werden. Die Wertgrenzen sollen angehoben werden. Die Wirtschaft freut sich.

Unternehmen in Baden-Württemberg sollen künftig einfacher an öffentliche Aufträge kommen. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur: «Die Wertgrenze für Direktaufträge an Firmen soll von 25.000 auf 100.000 Euro erhöht werden.» Dann werde es für die Landeseinrichtungen einfacher, Aufträge zu vergeben. Nicht immer sei der Billigste der Beste. Die entsprechende Verwaltungsvorschrift sei im Umfang von 59 auf zwölf Seiten reduziert worden und sei damit deutlich entschlackt.

Die Verwaltungsvorschrift Beschaffung soll am Dienstag im Kabinett beschlossen werden und zum 1. Oktober in Kraft treten. Sie gilt für Landesbehörden. Die CDU-Politikerin sagte weiter, es sei ganz wichtig, dass Bürokratie abgebaut werde. Die Behörden erstickten an der Flut der Vorschriften. «Wenn der Druck der Wirtschaft nicht so groß wäre, würde es nicht zum Abbau von Vorschriften kommen.»

Um Start-ups mit ihren Angeboten im öffentlichen Auftragswesen künftig deutlich stärker als bisher zu berücksichtigen und für öffentliche Aufträge zu mobilisieren, sollen im Rahmen eines auf drei Jahre befristeten Pilotprojekts innovationsfreundliche Vergaben an Start-ups besonders unterstützt werden.

Die Hauptgeschäftsführerin der IHK-Region Stuttgart, Susanne Herre, unterstützt die geplante Änderung. Das sei ein mutiger Schritt zum Bürokratieabbau und sollte Beispielcharakter bekommen, sagte sie. «Es wäre eine massive Erleichterung sowohl für die ausschreibenden Stellen als auch für die Betriebe, die sich um Aufträge bewerben. Damit könnten auch viele kleine und mittelständische Betriebe wieder Angebote abgeben, ohne mit dem unglaublichen Formalismus des Ausschreibungsrechts belastet zu werden.»

 

Weitere Nachrichten

Baden-Württemberg hat gewählt: Darum ist der Landtag so groß wie noch nie

Kritik an der Wahlrechtsreform in Baden-Württemberg gab es durchaus: Einige befürchteten einen XXL-Landtag mit 200 Abgeordneten. So kam es zwar nicht - für eine Rekordgröße reicht es aber doch.

Der Fahrplan - So geht es nach der Wahl im Südwesten weiter

Baden-Württemberg hat gewählt. Nun muss aus den neuen Verhältnissen im Landtag eine stabile Regierung gebaut werden. Was jetzt ansteht.

Linke Parolen an Fassade von Schule in Karlsruhe gesprüht

Aktivistinnen beschmieren in Karlsruhe Fassaden mit Schriftzügen wie «Free Gaza». Zeugen beobachten die Gruppe und rufen die Polizei.

"Feuerschein am Himmel": Meteor über dem Südwesten? Polizei und Expertin ordnen ein

Ein Meteor hält die Menschen in Atem. Flog der Feuerball auch über Baden-Württemberg? Anrufer bei der Polizei berichten von einem «Leuchtball» und einem «Feuerschein am Himmel».

Frist läuft aus - Land muss über Wolf-Abschuss entscheiden

Die Abschussgenehmigung für einen Wolf im Nordschwarzwald läuft aus. Das Umweltministerium muss nun entscheiden, wie es mit dem zutraulichen Tier weitergeht.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.